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DOI: 10.1055/s-2002-33550
Wie wird bei einer Hypogammaglobulinämie diagnostisch und therapeutisch verfahren?
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
03. September 2002 (online)
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Frage: Bei einem Patienten mit fieberhaftem Infekt wird eine Hypogammaglobulinämie festgestellt. Folgende Werte finden sich in der Eiweiß-Elektrophorese: Albumin 72 %, Alpha1 2,8 %, Alpha2 9,0 %, Beta 8,8 %, Gamma 3,4 %. Zur Vorgeschichte berichtet der Patient über seit dem 18. Lebensjahr gehäufte Bronchitiden, rezidivierende Sinusitiden sowie 3-mal aufgetretene Pneumonie.
Wie ist die Hypo- bis A-Gammaglobulinämie zu erklären, zumal der Patient als Kind und Jugendlicher infektfrei war? Welche weitere Diagnostik sollte noch durchgeführt werden? Der Patient bat um eine Grippeimpfung, wäre diese überhaupt sinnvoll, da offensichtlich keine Antikörper produziert werden können? Ist in diesem Rahmen eine Impfung gegen Pneumokokken zu erwägen? Ist die bisherige Therapie mit Antibiotikagabe auch bei geringen Infekten sinnvoll (bisher von August - Dezember 1998 3-malige Einnahme von Klacid über jeweils 10 Tage)?
Autor
Prof. Dr. med. V. Wahn
Klinikum Uckermark
Kinderklinik
Auguststr. 23
16303 Schwedt/Oder