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DOI: 10.1055/s-2002-35909
Kurzfassung: „Lebertransplantation: Wen wann listen?”
10. Gastroenterologisches Seminar, 10.-11. Januar 2003Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
04. Dezember 2002 (online)

Einleitung
Die Lebertransplantation hat sich als chirurgisches Verfahren gegenwärtig zu einer etablierten Therapie für Endstadien verschiedenster Lebererkrankungen entwickelt. Die Anzahl der jährlich in Deutschland durchgeführten Lebertransplantationen hat in den letzten Jahren etwa ein gleichbleibendes Niveau von ca. 750 Transplantationen pro Jahr erreicht, während die Anzahl der Patienten auf der Warteliste ständig ansteigt. Dieser Mangel an Spenderorganen führt zu zwei wichtigen Fragestellungen:
1. Wie ist die Selektion der Patienten für dieses Verfahren? Sollte derjenige ausgewählt werden, bei dem die Lebererkrankung am weitesten fortgeschritten ist mit entsprechend schlechtem Allgemeinzustand und hohem Operationsrisiko, oder derjenige, welcher die besten Chancen für ein langfristiges Überleben hat?
2. Wie ist der Transplantationszeitpunkt im Verhältnis zum Krankheitsverlauf festzulegen?
In den letzten Jahren wurden aufgrund des eklatanten Mangels an postmortalen Spenderorganen innovative chirurgische Techniken entwickelt. Hierzu zählen vor allem die Splitleber-Transplantation und die Lebendspende-Transplantation.
J. Hauss
Klinik für Visceral-, Transplantations-, Thorax- und
Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig AöR
Liebigstr. 20a
04103 Leipzig