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DOI: 10.1055/s-2003-822228
Sentinel-Lymphknoten-Pathologie – Erfahrungen der Hamburger Universitätshautklinik
Seit 2000 untersuchten wir 128 Patienten mit malignem Melanom, 9 Patienten mit Merkelzellkarzinom und 5 Pat. mit ausgedehnten Plattenepithelkarzinomen mittels Sentinel-Lymphknoten Biopsien. Parallel untersuchten wir 20 Lymphknoten von Patienten ohne malignes Melanom zwecks Etablierung der immunhistologischen Methoden und Aufarbeitung. Bezüglich der Aufarbeitung wählten wir aufwendige an die Augsburg Consensus Konferenz angelehnte Zuschnittmodelle und verwendeten neben S100 und HMB45 auch den sog. Melanoma-Cocktail (AK gegen HMB45, Tyrosinase und Melan A). Bei den Patienten ohne Melanom in der Vorgeschichte konnten wir mittels HMB45 und Melanoma-Cocktail in keinem Fall Tumor-verdächtige Zellen nachweisen. Bei den Pat. mit malignem Melanom fanden wir in 42/128 (33%) Fällen Tumorzellen. Diese Rate liegt über den in der Literatur mitgeteilten Ergebnissen. Bezüglich Merkelzellkarzinom fanden wir in 1/9 Pat. Tumorzellen im Lymphknoten. Bei Pat. mit Plattenepithelkarzinomen fanden wir keine Tumorzellen in den Sentinels. Unsere Daten weisen darauf hin, dass eine aufwendige Aufarbeitung und die Verwendung weiterer immunhistologischer Marker die Sensitivität in der Sentinel-Lymphknoten-Pathologie steigern können.