Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement 2004; 9(3): 177-185
DOI: 10.1055/s-2004-813131
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Gesundheitsökonomische Evaluation der Arzneimittelversorgung - eine internationale Übersicht

Health Economical Evaluation of Drug Utilization - an International ReviewR. Rychlik1
  • 1Institut für Empirische Gesundheitsökonomie, Burscheid
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Publication Date:
01 June 2004 (online)

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Zusammenfassung

Mit In-Kraft-Treten des GKV-Modernisierungsgesetzes erfolgen massive Eingriffe in die Arzneimittelversorgung. Die seit einigen Jahren auch in Deutschland präferierte Versorgungsforschung wird diesen Prozess begleiten. Obwohl der Nutzen von Arzneimitteln in den Vordergrund gestellt wird, heißt dies nicht nur Bewertung eines administrativen, klinischen, funktionellen oder subjektiven Nutzens, sondern auch des ökonomischen Nutzens. Die Einbindung der Pharmakoökonomie ist für Health Services Research traditionell, wobei zunächst die Outcomes bestimmt werden müssen. Diese orientieren sich international weniger an Efficacy-, sondern an Effectiveness-Endpunkten. Neben den bekannten mechanistischen Parametern sind auch hermeneutische Endpunkte zu bestimmen. Die Nichterstattungsfähigkeit der Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität in § 34 SGB V ist hierzu kontraproduktiv. Zentral bleibt die Evaluation der Beziehung zwischen Therapeut und Patient - auch unter ökonomischen Gesichtspunkten. Entsprechende Leitlinien existieren in nahezu allen Ländern - auch in Deutschland. Neben RCTs werden auch Kohortenstudien methodisch zunehmend an Bedeutung gewinnen. Da die Arzneimittelversorgung in der Bundesrepublik Deutschland eher als Über- oder Fehlversorgung eingestuft wird, ist eine gesundheitsökonomische Bewertung unabdingbar.

Abstract

Germany’s launch of the so called GKV-Modernisierungsgesetz is conflicting with the former rules on drug utilization, both for the pharmaceutical industry and the patient. The recently revival of health services research will evaluate this process. Benefit of drugs will be emphasized but not only administrative, clinical and functional pattern but also economical benefits will be assessed by applying pharmacoeconomical methods. This requires determination of outcomes parameters for effectiveness rather efficacy. Mechanistic and hermeneutic (holistic) parameters have to be included. By this Germany will no longer reimburse improvement of quality of live (§ 34 SGBV). Most important will be the relationship between therapist and patient including economical constraints. Guidelines for this procedure are available also in Germany. RCTs and cohort studies will address the specific issues of over- and misusing health services. Finally a health economical appraisal will be mandatory.

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