Praktische Erfahrungen in der Interventionellen Radiologie (IR) können bisher lediglich am Patienten oder mit hohem Aufwand am Tiermodell gewonnen werden. Zur Vorbereitung können Übungen am Gefäßmodell dienen, die jedoch den Nachteil mehr oder weniger praxisferner Bedingungen aufweisen, ui inflexibel hinsichtlich der Variationen anatomischer und pathologischer Verhältnisse sind und beim Training von Stent- und Stentgraftplatzierungen hohe Materialkosten verursachen. Eine Alternative hierzu steht nun in Form eines virtuellen Gefäßmodells zur Verfügung (Prodedicus, VIST, GUIDANT/Mentice). In einer „Black Box“ werden unterschiedliche Gefäßsituationen mit Variation von anatomie und Pathologie simuliert. Der „Gefäßsitus“ ist über Schleuse, Katheter und Führungsdrähte für den trainierenden Radiologen zugänglich. Katheter- und Drahtmanipulationen können bildlich mittels simulierter „Durchleuchtung“ und „Kontrastmittelgabe“ kontrolliert und über taktile Simulation realitätsnah gesteuert werden. Für die Übungen stehen stehen Simulationstools der Stent-PTA der peripheren Arterien, Der A. renalis und der A. carotis zur Verfügung. Im Workshop können – betreut durch erfahrenen Interventionsradiologen – diese Tools an 2 virtuellen Modellen genutzt werden.
Lernziele:
1. Einführung in ein virtuelles Interventionstraining mit Simulation verschiedener anatomischer Situationen
2. Virtuelle Intervention von nierenarterienstenosen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
3. Virtuelle Intervention von Carotisstenosen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden
4. Virtuelle Intervention von stenosen peripherer Arterien mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden