Rofo 2005; 177 - RK_409_1
DOI: 10.1055/s-2005-867405

Basiskurs Schulter MR

A Heuck 1
  • 1Radiologisches Zentrum, Radiologie, München

Die häufigsten klinischen Fragestellungen bei der Schulter-MR beziehen sich auf das Impingement-Syndrom, degenerative Veränderungen, Instabilität und Trauma. Hierfür werden geeignete Untersuchungstechniken der Nativ-MR sowie der indirekten und direkten MR-Arthrographie vorgestellt und die relevanten anatomischen Strukturen und ihre Varianten gezeigt.

In der Diagnostik des Impingement-Syndroms spielen die Beurteilung des Schulterauslasses (coraco-acromialer Bogen), der Rotatorenmanschetten-Sehnen (Tendinose, partielle und transmurale Läsionen) und der Muskulatur (Atrophie, Verfettung) sowie evtl. begleitender entzündlicher Veränderungen (Bursitis subacromialis, „Tendinitis calcarea“) die wichtigste Rolle. Auf die sog. Pulley-Läsionen wird hingewiesen.

Bei der Instabilitätsdiagnostik kommt der Beurteilung des Labrum glenoidale, der glenohumeralen Ligamente und der Gelenkkapsel große Bedeutung zu, aber auch knöchernen Strukturen. Pathologische Labrumläsionen müssen von Normvarianten unterschieden werden.

Der Wert der MR für die Detektion röntgenologisch okkulter Frakturen wird aufgezeigt.

Lernziele:

Kenntnisse

1. an der klin. Fragestellung orientierter Untersuchungsprotokolle,

2. der wichtigsten anatomischen Strukturen und ihrer Normvarianten

3. der entscheidenden pathol. Befunde bei Impingement, Degeneration, Instabilität und Trauma.

Korrespondierender Autor: Heuck A

Radiologisches Zentrum, Radiologie, Pippingerstr. 25, 81245, München

E-Mail: heuck.duringer@t-online.de