Subscribe to RSS
DOI: 10.1055/s-2005-867613
Messzeitverkürzung bei TSE-T2-gewichteten MR-Aufnahmen des gesamten Hirns durch Kombination von paralleler Bildgebung und variabler Refokussierungstechnik bei 3.0T
Ziele: Parallele Bildgebung wie SENSE erlaubt Messzeitverkürzungen. Weitere Verkürzungen der Messzeit sind – insbesondere bei 3.0T – durch die SAR limitiert. Vor allem die 180°-Refokussierung bei TSE-Sequenen führt zu höheren SAR-Werten. Kleinere Winkel ermöglichen eine deutliche SAR-Reduktion und damit auch kürzere Messzeiten. Ziel ist – hierauf basierend – die Entwicklung einer schnellen T2-gewichteten 3.0T-TSE-Sequenz mit optimaler Signalausbeute und gewohnten Kontrasten verschiedener anatomischer Strukturen im Vergleich zur konventionellen Technik. Methode: Für die Sequenzoptimierung wurde die single shot Technik mit einer räumlichen Auflösung von 1×1x4mm und TR/TE 3993/80ms gewählt und Messungen an einem Phantom und an 5 Probanden in Abhängigkeit vom SENSE-Faktor (1–4) und Refokussierungsendwinkel (in 15°-Schritten von 30° – 180°) durchgeführt. Der Echozug startet jeweils mit 160° und erreicht schon in 3–8 Schritten (flip angle sweep) den endgültigen konstanten Endwinkel. Die hieraus ermittelte schnellste Sequenz (8,4s) mit noch ausreichendem Signal kam bei 53 Patienten zum Einsatz. Untersucht wurde hier das Kontrastverhalten von grauer und weißer Substanz verschiedener anatomischer Strukturen im Vergleich zur konventionellen Sequenz (135s). Die Messungen wurden an einem klinischen Routinescanner durchgeführt (Philips 3.0T INTERA, 8-Element SENSE-Kopfspule). Ergebnis: Die untersuchten Patienten wiesen für den Kontrast zwischen grauer und weißer Substanz verschiedener anatomischer Strukturen bei den konventionellen Aufnahmen (Messzeit 135s) einen 10–35% höheren Wert als in denen der neuen Technik (8,4s) auf. Von den 162 Läsionen wurde nur eine nicht gesehen. Schlussfolgerung: Dieses neue mit FAS (flip angle sweep)- und SENSE-Technik kombinierte Verfahren erlaubt bei 3.0T Aufnahmen des gesamten Hirns in 8,4s diagnostischer Bildqualität und könnte zukünftig vielfach bisherige T2-gewichteten TSE-Routinesequenzen verdrängen.
Korrespondierender Autor: Gieseke J
Philips Medizin Systeme, Clinical Science, Kiefernweg 31, 53123, Bonn
E-Mail: juergen.gieseke@ukb.uni-bonn.de
Key words
variable Refokussierung - Hirn - ultrafast-TSE - Sense - MRT