Ziele: Die Detektion von Resttumor sowie von Tumorrezidiven nach Radiofrequenzablation (RFA) sind nach wie vor ein Problem. Bisher sind CT und MR die bevorzugten Untersuchungsverfahren, um Tumorreste oder Rezidive nach zu detektieren. Ziel dieser Studie ist die Beurteilung der diagnostischen Genauigkeit der kombinierten PET/CT hinsichtlich der Detektion von Rest (- oder Rezidiv) tumoren nach RFA. Methode: 11 Patienten (Durchschnittsalter: 63 Jahre) mit insgesamt 16 hepatischen Metastasen kolorektaler Tumore wurden untersucht. Die Patienten wurden insgesamt 19 RFA’s unterzogen; nach 15 RFA’s wurden sie einer PET/CT Untersuchung innerhalb von 2 Tagen unterzogen, die restlichen Untersuchungen lagen ausserhalb dieses Zeitfensters und wurden nach durchschnittlich 58 Tagen erstellt. Die CT Bilder wurden von einem Radiologen, die PET Bilder von einem Nuklearmediziner und die kombinierten PET/CT Bilder von beiden Ärzten im Konsens beurteilt. Die Genauigkeit der einzelnen Verfahren sowie der kombinierten PET/CT hinsichtlich der Detektierbarkeit von Resttumor wurde beurteilt. Der weitere klinische Verlauf im Mittel über 393 Tage wurde als Referenzstandard definiert. Ergebnis: Die Sensitivität für die Detektion von Resttumor nach RFA betrug 65% für PET und PET/CT sowie 44% für die CT. Bei 11 Ablationsbehandlungen zeigte sich im Verlauf ein Tumorrezidiv im Randbereich des Ablationsareals. Bei 6 der Resttumorareale war die PET/CT falsch negativ, bei 9 Behandlungen konnte die CT den Tumorrest nach der RFA nicht nachweisen. Die Genauigkeit war 68% für PET und PET/CT sowie 47% für die CT. Schlussfolgerung: Die PET/CT kann für eine Kontrolle der Radiofrequenzablation verwendet werden und liefert bessere Ergebnisse als die CT allein. Ein bislang ungelöstes Problem sind mikroskopische Tumorreste im Randbereich des Ablationsareals, die unterhalb der Auflösungsgrenze auch der PET/CT liegen.
Korrespondierender Autor: Veit PV
Uniklinik Essen, Radiologie, Hufelandstrasse 55, 45122, Essen
E-Mail: patrick.veit@uni-essen.de
Key words
PET/CT - Kolorektale Tumoren - Radiofrequenzablation - Post Interventionelle Kontrolle