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DOI: 10.1055/s-2005-867655
MRT der Lunge: Wertigkeit verschiedener Turbo-Spinecho- und 3D-Gradientenechosequenzen in der Detektion pulmonaler Metastasen
Ziele: Ziel der Studie ist die Evaluation der Wertigkeit verschiedener MR Pulssequenzen zur Detektion pulmonaler Metastasen. Hintergrund ist das wachsende Interesse an der Ganzkörper-MRT im Tumorscreening bzw. –staging und der damit zunehmenden Bedeutung der MRT der Lunge. Methode: 16 Patienten mit bekanntem Tumorleiden, bei denen mittels einer Mehrschicht-Spiral-CT (MSCT) pulmonale Metastasen diagnostiziert worden waren, erhielten zusätzlich eine MRT der Lunge bei 1.5T (Magnetom Sonata, Siemens). Folgende Pulssequenzen wurden angewendet: T2-gewichtete TSE, IR-TSE, HASTE und IR-HASTE Sequenzen in Atemanhaltetechnik, eine T2w-IR-TSE Sequenz mit Atem- u. Pulstriggerung, sowie eine T1w-3D-GRE Sequenz (VIBE) in Atemanhaltetechnik vor u. nach i.v. Gd-DTPA. Die einzelnen Pulssequenzen wurden von zwei Radiologen im Konsens quantitativ und qualitativ analysiert. Die Befunde der MSCT dienten als Gold-Standard. Ergebnis: Die sensitivste Pulssequenz bezüglich der Detektion der insgesamt 144 Metastasen war die atem-/pulsgetriggerte T2w-IR-TSE (Sensitivität, 76%; PPV, 96%). Hiermit wurden Metastasen mit einer Größe von 5–10mm bzw. >10mm mit einer Sensitivität von 94% bzw. 100% detektiert, allerdings wurden nur 36% der Läsionen <5mm nachgewiesen. Neben der VIBE zeigte diese Sequenz die höchste Bildqualität hinsichtlich der Minimierung physiologischer Bewegungsartefakte. Von den in Atemanhaltetechnik akquirierten Sequenzen erzielte die T2w-TSE das beste Resultat in der Metastasendarstellung (Sensitivität, 71%; PPV, 95%). Gleichzeitig zeigte sich hiermit das höchste Metastasen/Lunge-Kontrast-Rausch-Verhältnis (57±12). Mit der HASTE, IR-HASTE und VIBE wurden signifikant (p<.05) niedrigere Sensitivitäten für die Metastasendetektion ermittelt. Schlussfolgerung: Eine atem- und pulsgetriggerte T2-gewichtete IR-TSE Sequenz erzielte gegenüber anderen Turbo-Spinecho- sowie 3D-Gradientenechosequenzen die besten Ergebnisse im Nachweis pulmonaler Metastasen und ermöglichte somit die zuverlässige Detektion von Läsionen ≥5mm.
Korrespondierender Autor: Brügel M
Krankenhaus rechts der Isar, Technische Universität München, Röntgeninstitut, Ismaninger Str. 22, 81675, München
E-Mail: melanie.bruegel@gmx.de
Key words
Lungenmetastasen - MR-Pulssequenzen - Detektion - Tumorstaging