Ziele: Karotisstents sind eine wichtige Alternative zur Karotis-Thrombendarteriektomie (TEA).
Zur Stentplanung und Verlaufskontrolle ist es wünschenswert, eine nicht invasive Untersuchungsmethode
einzusetzen. Die Zielsetzung der vorliegenden Studie ist es, das Potential der 40-Zeilen
CTA für diese Aufgaben aufzuzeigen. Methode: Acht Patienten mit symptomatischer Karotisstenose wurden mittels CTA innerhalb einer
Woche vor und nach Karotisstent untersucht. Hierfür wurde eine arterielle Phase nach
i.v. Kontrastinjektion vom Aortenbogen bis zur Schädelbasis mit 0,6mm Schichtdicke
mittels eines Philips Brilliance 40 CT innerhalb von 10s gescannt. Die CTA Daten wurden
zur Bestimmung der Stentgröße, Planung des vaskulären Zugangsweges und der Projektionsrichtungen
für die DSA eingesetzt. In der Verlaufskontrolle wurden erreichte Stentposition und
Stentexpansion überprüft. Drei Patienten erhielten zusätzlich zum Vergleich eine MRA.
Ergebnis: Alle CTA Messwerte stellten sich laut Angaben der Interventionalisten als präzise
und wertvoll für die Intervention heraus. Post-stenting CTAs waren frei von Artefakten
und zeigten das Stentlumen mit hoher Genauigkeit. Bei einem Patienten mit zwei ineinander
positionierten Stents konnte ein wandadhärenter Thrombus detektiert und dadurch frühzeitig
therapiert werden. Bei einem anderen Patienten konnte in der prä-Stent Untersuchung
ein frei flottierender Thrombus erkannt und daraufhin eine TEA angestrebt werden.
MRA Vergleichsuntersuchungen wurden bereits nach 3 Patienten wegen geringerer Aussagekraft
nicht mehr angefordert. Schlussfolgerung: Hochauflösende CTA mit einem 40-Zeilen-Scanner ist die reliable, schnelle und nicht
invasive Untersuchungsmodalität, die alle prä- und postinterventionellen diagnostischen
Anforderungen im Rahmen des Karotisstentings erfüllt.
Korrespondierender Autor: Schmitz BL
Universitätsklinik Ulm, Radiologie, Steinhoevelstr. 9, 89075, Ulm
E-Mail: bernd.schmitz@medizin.uni-ulm.de
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