Rofo 2005; 177 - VO_4012
DOI: 10.1055/s-2005-867763

Behandlung von post-PTA-Dissektionen bei Femoro-Popliteal-Arterien mit Helix-Stents

I Kralj 1, EP Strecker 1, I Boos 1, S Vetter 1
  • 1Diakonissen Krankenhaus, Radiologie, Karlsruhe-Rüppurr

Ziele: Die Offenheitsrate mit herkömmlichen Stents behandelter Femoro-Popliteal-Arterien nach ungenügendem PTA-Ergebnis ist unbefiedigend,dies ist unter anderem durch die verwendeten geschlitzten selbstexpandierenden Rohrstents begründet,die sich den besonderen anatomischen Gegebenheiten der femoropoplitealen Gefäße nicht anpassen. Deshalb sind neue technische Konzepte notwendig. Methode: 12 Patienten mit einer pAVK Stadium IIb bis III nach Fontaine bedingt durch Stenosen im femoropoplitealen Bereich wurden durch Dissektionen bedingten Reststenosen mit einem Stenosegrad von über 40% mit Nitinol-Helix-Stents behandelt. Hierzu wurden verschiedene Stenttypen verwendet wie Doppelcoil-Stents,Mäander-Stents und Helix-Stents, die als gestrecktes Drahtfilament durch einen Katheter geschoben werden und sich zum intravasalen tubulären Stent formen. Ergebnis: Bei allen 12 Patienten konnte der Stent durch den liegenden 5-F-Katheter platziert werden. Akute Komplikationen wie Thrombose und Embolie sind nicht aufgetreten. Die angiographischen Kontrollen bis zu einer Beobachtungszeit von 26 Monaten zeigten bislang keine Re-Verschlüsse. Der Zeitaufwand und Strahlenbelastung ist vergleichbar mit den üblichen Stents. Schlussfolgerung: Die konzeptierten Helix-Stents sind zuverlässig und sicher zu platzieren. Sie erfüllen die technischen Forderungen: Sie sind flexibel, komprimierbar,longitudinal stauchbar und rotierbar. Ermüdungsbrüche wie bei selbst-expandierenden tubulären Nitinol-Stents sind nicht zu erwarten.

Korrespondierender Autor: Kralj I

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