Ziele: Vergleich der Bildqualität und der Darstellung der Nierenarterien in der Nieren-MRA mit einem Beschleunigungsfaktor für parallele Bildgebung von 2 bzw. 3. Methode: 14 Patienten wurden in dieser prospektiven Studie einer Nieren-MRA mit einem Beschleunigungsfaktor 3 der integrierten parallelen Bildgebung (iPAT Faktor), 12 Patienten einer Nieren-MRA mit iPAT Faktor 2 unterzogen. Für die MRA auf einem neuen 32-Kanal MR-System wurde ein 3D-GRE Sequenz mit einer akquirierten Auflösung von 0,9×0,8×1,0 mm3 und den folgenden Parametern verwendet: TR/TE=3,79ms/1,39ms, FOV 400mmx320mm, Partitionen pro Slab=80, Matrix=512×384, Flipwinkel=25°. Die Aufnahmezeit für die MRA betrug 26s mit iPAT 2 und 19s mit iPAT 3. Bis auf den iPAT Faktor und die Akquisitionszeit waren die Akquisitionsparameter für beide Sequenzen gleich. Da bei der Verwendung von iPAT das Rauschen nicht mehr gleichmäßig im Bild verteilt ist, wurden wiederholte Phantomessungen mit beiden Sequenzen durchgeführt, um das Signal-zu-Rauschen-Verhältnis (SNR) der Techniken zu messen. Die Bilder wurden von zwei Radiologen hinsichtlich Rauschen, Artefakten und Qualität der Gefäßdarstellung beurteilt. Zur statistischen Evaluierung der Daten wurde ein Mann-Whitney-U Test sowie ein Kappa-Test zur Erfassung der Interobservervariabilität durchgeführt. Ergebnis: Das gemessene SNR war signifikant niedriger mit iPAT 3 in den Phantommessungen (SNR iPAT 2–11,9; iPAT 3–9,1; p<0,001). Die Befunder fanden jedoch kein erhöhtes Rauschen, allerdings signifikant weniger Artefakte mit iPAT 3 (p=0,01). Die distalen Anteile der Nierenarterie wurde signifikant (p=0,005) besser mit iPAT 3 beurteilt. Diese bessere Beurteilung spiegelt sich auch in einer besseren Übereinstimmung zwischen den Befundern (kappa=0,86 mit iPAT 3 versus 0,59 mit iPAT 2) für iPAT 3 wieder. Schlussfolgerung: Der Einsatz von iPAT 3 bei der MRA der Nierenarterien erlaubt eine bessere Darstellung der distalen Nierenarterien. Das erniedrigte SNR führt dabei zu keinem Verlust in der Bildqualität.
Korrespondierender Autor: Michaely HJ
Klinikum der Universität München – Großhadern, Institut für klinische Radiologie, Marchioninistr. 15, 81377, München
E-Mail: henrik.michaely@med.uni-muenchen.de
Key words
Magnetresonanztomographie - Vergleichsstudie - parallele Bildgebung - Nierenarterien - MR-Angiographie