Ziele: Ziel dieser Studie war die Analyse der Abhängigkeit zwischen der CT-Perfusion von
Plattenepithelkarzinomen (PECA) im Bereich der Mundhöhle und des Oropharynx und dem
Tumorsstadium nach der TNM-Klassifikation (nach UICC 1997). Methode: Eingeschlossen wurden 30 Patienten mit einem PECA im Bereich der Mundhöhle und des
Oropharynx. Nach klinischer Lokalisation der tumorverdächtigen Region wurde eine Perfusionsuntersuchung
an einem 16-Zeilen-Spiral-CT(GE) durchgeführt. Unter Verwendung der gerätespezifischen
CT-Auswertungssoftware wurden mittels intratumoral gesetzter „regions of interest“(ROI)
Blutfluss, Blutvolumen, mittlere Transitzeit und die Oberflächenpermeabilität bestimmt,
die anschließend mit den verschiedenen Tumorstadien, die Tumorgrade und den Lymphknotenstatus
verglichen wurden.(Wilcoxon Rangsummentest) Ergebnis: Bei der Untersuchung der Abhängigkeit zum T-Stadium bzw. der Tumorgröße, stellte
sich bisher ein signifikant geringeres (p<0,05) Blutvolumen von T3-Tumoren (p<0,05)
im Vergleich zu T2-Tumoren dar. Blutfluss, mittlere Transitzeit und Oberflächenpermeabilität
waren nicht signifikant (p>0,05) different. T3-Tumore zeigten nur einen tendenziellen
Unterschied bezüglich des Blutvolumens gegenüber T4- Tumoren. Die Perfusion der Tumorgrade
unterschied sich nicht signifikant. Bei Vorliegen eines Lymphknotenbefalls (N+) war
die Oberflächenpermeabilität signifikant niedriger als bei fehlenden Befall. Schlussfolgerung: Die kontrastmittelgestützte 16-Zeilen-CT-Perfusionsuntersuchung von PECA im Kopf-Hals-Bereich
offenbart signifikante Unterschiede des Blutvolumens in Abhängigkeit von der Tumorausdehnung.
Das hohe Blutvolumen im Stadium T2 spricht für eine ausgeprägte Angioneogenese, welche
sich im Stadium T3 als rückläufig erweist, was mit der im Laufe der Tumorentwicklung
zu beobachtenden Nekrosebildung in Einklang steht. Ob die sich abzeichnende Abhängigkeit
der Oberflächenpermeabilität vom Vorliegen von Lymphknotenmetastasen zur Nutzung als
prädiktiver Faktor taugt, müssen zukünftige Studien zeigen.
Korrespondierender Autor: Cho CH
Charité, Klinik für Strahlenheilkunde, Augustenburger Platz 1, 13353, Berlin
E-Mail: choch@charite.de
Schlüsselwörter
CT-Perfusion - PECA - Tumorausdehnung - Kopf-Halsbereich