Rofo 2005; 177 - PO_68
DOI: 10.1055/s-2005-867934

Virtuelle CT_Bildfusion: Bedeutung für die Erfassung der aortalen Stentmigration

M Rieger 1, A Mallouhi 1, M Freund 1, B Czermak 1, R Bale 1, W Jaschke 1
  • 1Medizinische Universität Innsbruck, Universitätsklinik für Radiodiagnostik, Österreich

Ziele: Eine Reihe von Stentprothesen wurde zur Aneurysmabehandlung entwickelt und erfolgreich in die thorakale und abdominelle Aorta eingesetzt. Trotz der zunächst erfolgversprechenden Resultate, zeigten morphologische Veränderungen in Form, Position und physikalischer Struktur der Stent-Grafts einen signifikanten Effekt auf den Therapieerfolg. Follow-up Untersuchungen sind daher notwendig um Stentmigrationen zu erfassen. Ziel dieser Studie ist die Berwertung einer Bildfusion in einer 3-dimensionale virtuellen Umgebung zur Erfassung der Stentmigration unter Verwendung von CT-Daten. Methode: Follow-up CT Daten von 12 Patienten mit implantierten Aortenprothesen (6 thorakal, 6 abdominell) wurden zufällig ausgewählt und retrospektiv ausgewertet unter Verwendung der Mimics und Geomagic Software. Nach Segmentation von Wirbelsäule und Prothese von Follow-up Untwersuchungen wurden diese automatisiert fusioniert. Fusionsfehler werden von der Software automatisch erkannt und das Ausmaß der Migration vermesssen Ergebnis: Das virtuelle Postfusionsmodell zeigt das Verhältnis zwischen Wibelsäule und Stent sowie die Prothesenlokalisation zueinander in Verlaufsuntersuchungen. Durch die 3D-Darstellung der überlappenden Prothesen konnte die Migration und Deformierung der Stents exakt erfasst werden. Schlussfolgerung: Die Bildfusion von CT-Verlaufsuntersuchungen von Patienten mit aortalen Stentprothesen im virtuellen Raum sowie die 3D-Darstellung des Fusionsfehlers ist eine vielversprechende Methode zur Erfassung der Stentmigration

Korrespondierender Autor: Rieger RM

Medizinische Universität Innsbruck, Universitätsklinik für Radiodiagnostik, Anichstr. 35, 6020, Innsbruck, Österreich

E-Mail: Michael.Rieger@uibk.ac.at