Subscribe to RSS
DOI: 10.1055/s-2005-868185
Verlaufsstudie zur Evaluierung der Digitaler Radiogrammetrie (DXR) für Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA)
Ziele: Evaluierung der kortikalen Knochenmineraldichte (DXR-BMD) am metakarpalen Messort mittels DXR in Form eines longitudinalen Studiendesigns. Methode: Das Studienkollektiv bestand aus 71 Patienten mit klinisch verifizierter RA. Alle Patienten erhielten eine Bestimmung der Knochenmineraldichte (DXR-BMD) beider Hände unter Verwendung der DXR (Pronosco X-posure System, Sectra, Schweden). Hierzu wurden in jährlichem Turnus Handröntgenaufnahmen in einem Studienzeitraum von 7 Jahren angefertigt. Ergebnis: Die Korrelationen der DXR-BMD (beide Hände) versus Erkrankungsdauer waren erwartungsgemäß signifikant negativ (rechte Hand: R=-0.36; linke Hand R=-0.35). Eine signifikante Reduktion um -22.9% (rechte Hand) versus -20.9% (linke Hand) zwischen Erkrankungsbeginn und 7. Erkrankungsjahr wurde für die DXR-BMD ermittelt. Schlussfolgerung: Die mittels DXR kalkulierte Knochenmineraldichte zeigt nicht nur eine signifikante Korrelation zur Erkrankungsdauer, sondern weist zudem einen deutlichen kortikalen Knochenmasseverlust auf. Somit ist die DXR als am Ort des entzündlichen Geschehens messendes Verfahren geeignet, die krankheitsspezifische Demineralisation mit fortschreitendem Krankheitsprozess der RA zu quantifizieren. Weitere prospektive DXR-Verlaufsstudien zur Evaluation der Knochenmineraldichteveränderungen unter Berücksichtigung eines therapeutischen Effektes sollten im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses stehen.
Korrespondierender Autor: Böttcher J
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Arbeitsgruppe Osteologie, Erlanger Allee 101, 07747, Jena
E-Mail: joachim.boettcher@med.uni-jena.de
Key words
DXR - rheumatoide Arthritis - Knochenmineraldichte