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DOI: 10.1055/s-2005-868236
Wertigkeit des hepatobiliären leberspezifischen MRT-Kontrastmittels Gd-EOB-DTPA für Detektion und Differenzialdiagnose fokaler Leberläsionen im Vergleich zum Spiral-CT und einem Refere
Ziele: Das Ziel dieser prospektiven klinischen Phase-II/III-Studie war die Evaluierung der Wertigkeit der Gd-EOB-DTPA verstärkten MRT im Vergleich zu Spiral-CT für die Diagnostik von fokalen Leberläsionen bezogen auf einen Referenzstandard. Methode: Es wurden 60 Patienten mit nachgewiesenen Leberläsionen in diese Studie eingeschlossen, für die eine Leberchirurgie oder ein definierter Referenzstandard vorgesehen waren. Das MRT-Protokoll beinhaltete schnelle T2-gewichtete als auch T1-gewichtete konventionelle und fettsupprimierte Schichtungen vor, während und 20 Minuten nach intravenöser Bolusinjektion des hepatobiliären Kontrastmittels Gd-EOB-DTPA (EOB) (Primovistâ, 25µmol/kg KG). Innerhalb eines Zeitraums von sechs Wochen wurde eine biphasische Leber-CT in Spiral-Technik erstellt. Nach beiden bildmorphologische Methoden wurde entweder eine chirugische Resektion mit Histopathologie (Detektion) oder eine histopathologische Verifizierung mittels Leberstanze bzw. definiertem bildmorphologischen Referenzstandard (Differenzialdiagnose) durchgeführt. Ergebnis: Gd-EOB-DTPA zeigte sich als gutverträgliches Kontrastmittel. Die histopathologische Vertreilung ergab die Diagnose von 54 malignen, 14 benignen und einer nicht einzustufenden Läsion (Detektionsgruppe). In der Gruppe bezüglich der Analyse der Differenzialdiagnose wurden 58 maligne, 50 benigne unde eine nicht näher einzustufende Läsion evaluiert. Die Anzahl der richtig detektierten Leberläsionen betrug mittels EOB-MRT 95,7% im Vergleich zu CT (83,0%) und nichtkontrastverstärkter MRT (81,9%). Die niedrigste Rate von falsch positiven und falsch negativen als such die höchste Rate von richtig detektierten kleinen Läsionen wurde durch die EOB-MRT nachgewiesen. Unter Verwendung einer 5-Punkte Skala wurde eine statistisch signifikante Zunahme des diagnostischen Vertrauens in die Differenzialdiagnose der Läsionen für die leberspezifische MRT im Vergleich den anderen bildgebenden Methoden dokumentiert. Schlussfolgerung: Die hepatobiliäre MRT mit den neuen leberspezifischen Kontrastmittel Gd-EOB-DTPA zeigt sich gegenüber der nichtkontrastverstärkten MRT und der Spiral-CT für die Detektion mindestens gleichwertig mit einer niedrigeren Rate von falsch positiven und falsch negativen Läsionen, die Differenzialdiagnose verbessert.
Korrespondierender Autor: Hammerstingl R
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Theodor Stern Kai 7, 60590, Frankfurt/Main
E-Mail: hammerstingl@em.uni-frankfurt.de
Key words
MRT - leberspezifische Bildgebung - SCT - Fokale Leberläsionen