Ziele: Die Routinediagnostik der MR Mammograhie beinhaltet eine kontrastverstärkte, dynamische
Bildgebung über einen Zeitverlauf von mindestens 8 Minuten. Wegen dieser langen Dauer
kommt es oft zu Bewegungsartefakten, die eine Diagnose erschweren. Ziel dieser Studie
war es, das Potenzial eines neuen Algorithmus zur Bewegungskorrektur von MR Mammographie
Daten im Vergleich mit unkorrigierten Daten zu untersuchen. Methode: Anhand von 30 klinischen MR-Mammographie-Datensätzen (2D Akquisition, TR/TE/FA=113/4,7/80°,
26 Schichten, Dicke 3mm, gap=0.3mm, FoV=350mm Matrix 256, Beschleunigungsfaktor 2)
mit Bewegungsartefakten wurde der Korrekturalgorithmus (Siemens Medical Solutions,
Erlangen) evaluiert. Es handelt sich dabei um einen experimentellen Algorithmus, der
noch nicht für den klinischen Routineeinsatz zur Verfügung steht. Der Algorithmus
beruht auf einem elastischen Matching, um die zu verschiedenen Zeiten mit unterschiedlichen
Kontrasten akquirierten Datenvolumen zu registrieren. Der Algorithmus korrigiert Bewegung
sowohl innerhalb als auch zwischen den Schichten. Nach der Korrektur wurden die Bilder
mit den Originaldaten hinsichtlich Bildqualität, Korrektur von Bewegungsartefakten
verglichen und die Auswirkung auf das Erscheinungsbild der Läsionen evaluiert. Ergebnis: Bei Vorliegen starker Bewegungsartefakte waren die unkorrigierten Bilddaten kaum
befundbar. In diesen Fällen lieferte der Korrekturalgorithmus gut befundbare, praktisch
artefaktfreie Bilder. Bei Vorliegen leichter Bewegungsartefakte verbesserte der Algorithmus
die Bilder ebenfalls, ohne dabei zusätzliche Läsionen zu generieren oder vorhandene
Läsionen undeutlicher zu machen. Schlussfolgerung: Der Algorithmus führt zu einer verbesserten Befundbarkeit bei starken und leichten
Bewegungsartefakten. Der Einsatz der Bewegungskorrektur erhöht die Aussagekraft von
MR Mammographie Untersuchungen.
Korrespondierender Autor: Herrmann KH
IDIR, FSU Jena, MedPhys, Philosophenweg 3, 07740, Jena
E-Mail: Karl-Heinz.Herrmann@med.uni-jena.de
Key words
Mammographie - Bewegungskorrektur - elastisches Matching