Ziele: Nach Verschluss der A. cerebri media kann mit der MR-Angiographie die genaue Verschlusshöhe und mit der MRT die Ausdehnung des zerebralen Infarktes kontrolliert werden, so dass sich anhängig von der Technik zum Gefäßverschluss definierte Bedingungen für experimentelle Konzepte zum Hirninfarkt ergeben. Methode: In je drei Gruppen zu 10 Tieren wurden folgende drei Techniken zum Verschluss der A. cerebri media eingesetzt: 1. Temporärer Verschluss der A.cerebri media mit einem 4.0 Nylonfaden über die A. carotis ext. für 90 Minuten (dann Rückzug des Fadens), 2. Permanenter Verschluss der A. cerebri media in Fadentechnik, 3. Einschwemmung von 6 TiO2 Makrosphären (O,33mm) über einen kleinen Plastikkatheter. 24 Stunden nach Arterienverschluss wurden in der MRT (7T-Bruker) Gehirn (protonen- und T2-gew.SE) und Kopf-Halsarterien (2D-TOF-Technik) untersucht. Ergebnis: Das volumetrisch bestimmte Infarktvolumen betrug 14,6% und 35,2% bei temporärem und permanenten Verschluss mit Faden und 21% nach Okklusion mit Kugeln. Zweimal trat beim Fadenmodell eine Subarachnoidalblutung auf. In zwei Fällen mit permanent platziertem Faden blieb in der MR-Angio die mittlere Hirnarterie offen. Eine Infarzierung des Hypothalamus mit Hyperthermie in Folge trat regelmäßig bei permanentem Fadenverschluss, aber nur einmal im Kugelmodell auf. Schlussfolgerung: Bei experimentell induziertem Hirninfarkt an der Ratte dient die MRT des Gehirns und die MR-Angiographie der Kopfgefäße der Kontrolle und Optimierung des eingesetzten Verschlussmodells.
Korrespondierender Autor: Bachmann F
Kerckhoff-Klinik, Diagnostische Radiologie, Benekestr. 2–8, 61231, Bad Nauheim
E-Mail: g.bachmann@kerckhoff-klinik.de
Key words
Hirninfarkt - Rattenmodell - Nahttechnik - Kugelmodell