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DOI: 10.1055/s-2005-868407
Weiterführende Mammadiagnostik – Biopsien
Prinzipiell ist bei suspekten Befunden in der Mammographie, Sonographie oder MR-tomographie eine histologische Sicherung indiziert. Laut Leitlinie Brustkrebsfrüherkennung sollen mehr als 70% aller nicht tastbaren Mammakarzinome präoperativ durch interventionelle Methoden histologisch gesichert sein. Dies führt zu einer besseren Planung der Operation und damit auch zu einer besseren Information der Patientin über den geplanten Eingriff.
Minimalinvasive Verfahren können mit allen bildgebenden Methoden (Mammographie, Sonographie, MRT) durchgeführt werden. In Hinsicht auf Praktikabilität, Dauer des Eingriffs, Patientenkomfort und Kosten sind sonografische Interventionen am günstigsten. Für eine minimalinvasive Gewebeentnahme der Brust werden entweder Stanzpistolen oder Vakuumbiopsiegeräte verwendet. Beide Systeme arbeiten mit Coaxialnadeln, d.h. Führungsnadeln, die während des Eingriffs in der Brust verbleiben, so dass die Biopsienadel auch bei mehrmaligem Einführen immer exakt über die Führungsnadel an die Läsion heranschoben werden kann.
Lernziele:
Indikation und Durchführung der bildgestützten perkutanen Mammabiopsie mittels verschiedener Verfahren werden erläutert. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Anforderungen an die/den MTRA in Hinsicht auf Betreuung der Patientin, Kalibrierung des Stereotaxiegeräts, Durchführung der Bildgebung und Assistenz bei der Biopsie gelegt.
Korrespondierender Autor: Siegmann C
Universitätsklinikum Tübingen, Abteilung Radiologische Diagnostik, Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076, Tübingen
E-Mail: katja.siegmann@gmx.de