Zusammenfassung
Die Miasmenlehre ist neben dem Simileprinzip Hahnemanns wichtigstes Vermächtnis. Seit
ihrer Veröffentlichung gibt es kontroverse Meinungen hinsichtlich ihrer Eignung als
ernst zu nehmender wissenschaftlicher Theorie und ihrer praktischen Umsetzung. Das
Ziel ihrer Anhänger besteht aus einem Fallmanagement für komplexe chronische Fälle
mit ausgeprägter hereditärer Belastung. Zum Erfolg versprechenden Einsatz bedarf es
umfangreicher Kenntnisse hinsichtlich einer verlässlichen miasmatischen Symptomensammlung,
der miasmatischen Potenz der Arzneimittel und insbesondere einer Strategie zur Entwirrung
miasmatischer Verflechtungen. Dabei werden nur scheinbar das Simileprinzip und die
Verordnung auf die Gesamtheit der Symptome hin außer Acht gelassen.
Hier werden die heutigen klinischen Erfahrungen über die Miasmen auf einer neuen Ebene
zur Diskussion gestellt - unter Berücksichtigung aktueller Forschungserkenntnisse.
Summary
The theory of the miasms is besides the similia principle Hahnemann's most important
legacy. Since its publication there are controversy opinions about its qualification
for a serious scientific theory and its practical use. The aim of its advocates is
to find a case management for complex chronic cases in consideration of inborn diseases.
A successful application needs an extensive knowledge of a reliable collection of
miasmatic symptoms, the miasmatic potency of the remedies and especially a strategy
to disentangle miasmatic involving. In doing so the similia principle and the prescription
on the totality of symptoms seems to be disregarded.
Here the actual clinical experiences concerning the miasms will be discussed considering
the actual medical academical perception on a new level.
Schlüsselwörter
Miasmenlehre Hahnemanns - miasmatische Arzneidiagnose - miasmatische Fallstrategie
Keyword
Hahnemann’s chronic miasms - miasmatic diagnosis - miasmatic case strategy