Zusammenfassung
Unsere Resultate bestätigen die früheren Forschungen: Die vestibuläre Chronaxie erhöht sich bei Arsenikbehandlung, sogar nach einer einzigen subtoxischen Injektion von Natriumarsenik. Einziges objektives Zeichen der Arsen-Ablagerung: Sie hält sich auf einem erhöhten Niveau länger als 9 Wochen. Man bemerkt auch eine plötzliche und verlängerte Erhöhung der vestibulären Chronaxie nach einer einzigen subtoxischen Injektion von Antimonyl-Kaliumtartrat. Die Ausscheidung des fixierten Arsens kann, wenigstens teilweise, durch Injektionen dieses Elements in homöopathischen Dilutionen hervorgerufen werden. Außerdem erlauben die Resultate, daß die 2 untersuchten Phänomene zusammengefaßt werden: Die Variationen des Chronaxie-Index folgen getreu der Fixation des Giftes im Organismus und seiner durch Hochpotenz-Gaben von Arsenik oder Antimon hervorgerufenen Eliminierung. Diese Beziehung besteht auch, wenn diese "Drainage" nur einen sehr schwachen Bruchteil der Anfangsgabe des Giftes betrifft. Wenn die Mechanismen dieser zusammenwirkenden Reaktionen noch unbekannt sind, so kann man doch bemerken, daß die homöopathischen Injektionen, wie es scheint, in der Lage sind, Veränderungen in der Verteilung des im Organismus fixierten Antimon hervorzurufen, d. h. eine teilweise Mobilisierung des Giftes in einigen hauptsächlichen Organen herbeizuführen. Außerdem war es uns möglich, bei der Taube die Aktivität einer Natriumarsenik-Dilution gemäß der 15. Hahnemannschen Centesimale (etwa D 30) auf die hervorgerufene Arsenik-Eliminierung, aufzuzeigen.