RSS-Feed abonnieren
DOI: 10.1055/s-2006-935134
Allergie und Homöopathie
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
13. April 2007 (online)

Zusammenfassung
Die Allergielehre hat ihre Wurzeln in der sich langsam durchsetzenden Erkenntnis infektiöser und immunbiologischer Vorgänge zu Zeiten Hahnemanns. Daraus ergeben sich Zusammenhänge, die nicht nur die Psoralehre anders beleuchten können, sondern auch die Mikrotoxikologie als Grundlage homöopathischer Heilweise als Antigen-Antikörperreaktion erscheinen lassen. Aus der geschichtlichen und biologischen Betrachtung, in die auch die Vaccinetherapie einbezogen wird, ergibt sich die Deutung mancher allergischer Phänomene. An Hand einiger ausgewählter klinischer Beobachtungen lassen sich besonders mit Tiergiften wie Apis allergische Reaktionen deuten und rekonstruieren (Nachweismethode ist das Arthusphänomen). Es ergeben sich Beiträge zur Dosierungsfrage homöopathischer Medikamente, der Nachweis der oralen Wirksamkeit von Tiergiften und evtl. bedeutsame Aspekte, zunächst nur die Behandlung mit homöopathisch verdünnten Tiergiften als homologe oder heterologe Desensibilisierung aufzufassen.