Hebamme 2006; 19(1): 55-59
DOI: 10.1055/s-2006-939908
Schwangerschaft
Thrombophilie-Screening
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Thrombophilie-Screening in der Schwangerschaft

Ernst Beinder
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Publication Date:
05 December 2006 (online)

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Zum Thema

Frauen mit einer angeborenen oder erworbenen Thrombophilie (Thromboseneigung), die bereits einmal eine Thrombose oder Lungenembolie erlitten hatten, haben in einer erneuten Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Thrombosen oder einer Lungenembolie. Die Behandlung dieser Patientinnen mit Heparin in der Schwangerschaft und im Wochenbett kann die Gefahr einer Thrombose nachgewiesenermaßen verringern. Sie ist daher dringend indiziert.

Auch bei Frauen mit wiederholt pathologischem Schwangerschaftsverlauf, wie rezidivierenden Aborten, schweren Präeklampsien, Totgeburten und fetalen Retardierungen, können vermehrt Thrombophilien nachgewiesen werden.