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DOI: 10.1055/s-2006-951993
Stationäre systemische Therapie
Publication History
Publication Date:
13 April 2007 (online)
Zusammenfassung
Stationäre systemische Therapie zeichnet sich insbesondere aus durch den intensiven Einbezug von Familie und anderen wichtigen Bezugspersonen, durch die Wertschätzung der Funktionalität der Symptomatik, durch eine sehr weitgehende Ressourcen- und Lösungsorientierung und durch viel Gelegenheit zur systemischen Selbstreflexion aller Beteiligten. Wir beschreiben zunächst in sehr knapper Form die Haltungen, die Settings, die Behandlungstechniken und die institutionellen Voraussetzungen systemischer Therapie im stationären Kontext. Dies wird illustriert an fünf Beispielen: am Einbezug der Eltern in der Kinder- und Jugendpsychiatrie; an Auftragsklärung und Therapiezielplanung in der Akutpsychiatrie; an Genogramm- und Skulpturgruppen in der Psychosomatik/ Psychotherapie; an regionalen Behandlernetzwerken im Umfeld einer Station und an der familientherapeutischen Arbeit mit Migranten. Die Erfahrungen ermuntern dazu, systemische Therapie als eine integrative Basisphilosophie für stationäre Teams zu nutzen, in die übungs- und beziehungsorientierte Angebote anderer Therapieschulen gut integriert werden können.
Schlüsselwörter
Familiengespräche - Genogramm- und Skulpturgruppen - Auftragsklärung - Systemische Selbstreflexion
Literatur
- 1 Duhl F, Duhl B, Kantor D.
Learning space and action in family therapy: in primer of sculpure. In: Bloch D (Hrsg) Technics of family therapy. New York; Grune & Stratton 1973 - 2 Kröger F, Petzold E, Ferner H. Familientherapie in der klinischen Psychosomatik: Skulptur-Gruppenarbeit. Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik. 1984; 19 361-379
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- 8 Schweitzer J, Schlippe A v. Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung II: Das störungsspezifische Wissen. Göttingen; Vandenhoeck und Ruprecht 2006
- 9 Sydow K v, Beher S, Retzlaff R, Schweitzer J. Die Wirksamkeit der systemischen Therapie/Familientherapie. Göttingen; Hogrefe 2007
1 Weitere Informationen unter www.psychosomatik-aalen.de/nwe.htm
Korrespondenzadresse:
Prof. Dr. Jochen Schweitzer
Universitätsklinikum Heidelberg
Zentrum Psychosoziale Medizin
Institut für Medizinische Psychologie
Sektion Med. Organisationspsychologie
Bergheimer Straße 20
69115 Heidelberg
Email: Jochen.Schweitzer-Rothers@med.uni-heidelberg.de
