Laryngorhinootologie 1984; 63(10): 529-533
DOI: 10.1055/s-2007-1008346
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Hörgeräteversorgung mit Im-Ohr-Hörgeräten*

Aspects of Patient Care with In-the-Ear Hearing Aids in Individuals of Severely Impaired HearingH. von Wedel
  • Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-Ohrenkranke, Bonn (Komm. Direktor: Prof. Dr. U. Koch)
* Vortrag auszugsweise vorgetragen auf der 55. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie, 1984, Bad Reichenhall.
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Publication Date:
29 February 2008 (online)

Zusammenfassung

Im-Ohr-Hörgeräte (IdO) haben ihren Marktanteil im letzten Jahr erheblich vergrößert. Dies gilt vor allem für die USA. Quoten von über 50 Prozent deuten auf ähnliche Entwicklungstendenzen in der Bundesrepublik Deutschland hin. Um die Möglichkeiten und Grenzen der Hörgeräteversorgung mit Im-Ohr-Hörgeräten zu beurteilen, ist ein ausreichender Informationsstand über Technik, Anpassung etc. notwendig. Nach Vorstellung der verschiedenen Typen von Im-Ohr-Hörgeräten (Modular, Custom-Made, Ohrkanal-Gerät) werden technische und anpassungsspezifische Gesichtspunkte durch eigene Erfahrungen mit IdO-Hörgeräten im Vergleich zu HdO-Hörgeräten ergänzt. Neben Untersuchungen zum Richtungshören und zur Diskrimination in ruhiger und in lärmvoller Umgebung werden die Ergebnisse eines Fragebogens zum Vergleich beider Gerätetypen nach einer jeweils zweiwöchigen Tragedauer ausgewertet.

Die bisherigen Resultate bestätigen die Aussagen anderer Autoren, wonach das Selektionsvermögen im Störlärm mit IdO-Hörgeräten häufig besser als mit HdO-Geräten ist.

Zu den insgesamt positiven Aspekten, die für eine verstärkte Versorgung mit Im-Ohr-Hörgeräten sprechen, werden auch deren Grenzen aufgezeigt und diskutiert.

Summary

The market share of In-the-ear hearing aids in the United States of America, which increased more than 50% last year, points to a possible comparable development in the Federal Republic of Germany, where the 1983 quotas were below 4%.

Those who are responsible for the supply of hearing aids should pay more attention to imparting more information on the technique, adaption and further aspects of In-the-ear hearing aids.

After outlining the various forms of In-the-ear hearing aids (modular, custom-made, ear-channel apparatuses) initial experiences with In-the-ear hearing aids are reported together with technical points and questions of adaption. Our research results based on localisation tests, discrimination scores in quiete and noisy surroundings, and a questionnaire to compare In-the-ear with Behind-the-ear hearing aids, confirm the results communicated in other publications. Apart from the various positive aspects, which favour a more frequent use of In-the-ear hearing aids, their limitations are also pointed out and discussed.