Zusammenfassung
Die Labyrinthektomie führt in 10-70% der Fälle bei der Behandlung des Morbus Menière nicht zu befriedigenden Ergebnissen. Als Ursache wird ein pathologischer Prozeß im Nervus vestibularis angesehen, der unabhängig von der Grunderkrankung nach mechanischen Traumen des Labyrinths auftreten kann. Es handelt sich neben einer Bindegewebsvermehrung um die Entwicklung von Knochengewebe im Nerven. Zur Behandlung der Meniereschen Erkrankung sollte die Labyrinthektomie deshalb nur durchgeführt werden, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten wie z.B. eine Neurektomie in Allgemeinnarkose sich verbieten.
Summary
Surgical labyrinthectomy in patients with Menière's disease produces unsatisfactory results in 10-70% of the cases. A pathological process in the vestibular nerve comprising an increase in connective tissue formation and the development of bony material within the nerve is possibly the reason for the pathological function of the vestibular system. This process may arise after a mechanical trauma to the labyrinth. Labyrinthectomy should be performed only for the treatment of Meniere's disease if other therapeutical regimens or neurectomy under general anaesthesia cannot be tolerated by the patients.