Zusammenfassung
Die endonasale Siebbeinausräumung gewinnt im internationalen Schrifttum wieder an
Bedeutung. Das Operationsmikroskop ist bei diesem Eingriff sehr hilfreich. Zur Indikation
von Siebbeinoperationen ist zu sagen, dass viele der modernen Autoren eine ausgeprägte,
aus dem Siebbein stammende Polypositas nasi auch ohne eitrige Sekretion als eine der
Indikationen zur Ethmoidektomie betrachten. - Auch im Bereich der Stirnhöhle hat sich
der Einsatz des Operationsmikroskops besonders beim Ausbohren der Schleimhaut und
zur Beurteilung unklarer Verhältnisse eingebürgert. Die besten kosmetischen Resultate
werden durch die osteoplastische Freilegung des Stirnhöhleninhaltes erreicht, wenn
nicht eine Osteomyelitis ein solches Vorgehen verbietet. Für die Behandlung der Schleimhaut
stehen die Pneumatisation des Stirnhöhlenlumens, seine Verödung und seine Obliteration
zur Verfügung. - Operationen am Siebbein und an der Stirnhöhle bergen auch heute noch
viele Gefahren. Besonders die endonasalen Techniken sind in ungeübter Hand mit einer
hohen Komplikationsrate belastet.
Summary
The operating mikroscope became very important in nasal sinus surgery, especially
for operating procedures of the ethmoid sinus. For many authors nasal polyposis without
putrid secretion is an indication not only for polypectomy, but for ethmoidectomy.
Using the operating mikroscope frontal sinus surgery can be performed in a much more
delicate way. The best cosmetic results are seen after osteoplastic opening of the
frontal sinus. This technique can not be used if ostitis or osteomyelitis is present.
There are several ways to treat mucosal changes in the frontal sinus. Its lumen may
be drained as soon as there are no severe mucosal changes. In severe cases the mucosa
must be removed and the sinus lumen should obliterate either spontaneously or after
implantation of autologous material. - Endonasal surgery of the frontal and ethmoid
sinus can be harzadous in unexperienced hands.