Zusammenfassung
Im Rahmen einer prospektiven Studie wurden insgesamt 2 070 Patienten erfaßt. Von diesen wiesen 213 unerwartete sonographische Befunde auf. 96 dieser Patienten waren Frauen. Gynäkologische Erkrankungen bzw. Veränderungen im kleinen Becken haben daran den geringsten Anteil. Unter der Berücksichtigung routinemäßiger sonographischer Untersuchungen des kleinen Beckens erweisen sich die unter Anlehnung der Prüfung dieser Frage mit dem 181 a der Reichsversicherungsordnung als nicht ausreichend relevant. Unter Berücksichtigung der Inzidenz von Adnextumoren hieße das, daß nur in 2,8 Fällen pro 1 Mill. relevante Zufallsbefunde entdeckt würden. Aus medizinökonomischer Sicht ist deswegen eine routinemäßige Sonographie in der Frauenheilkunde z.Z. nicht zu propagieren.
Abstract
In a prospective study, the authors screened a total of 2.070 patients. Of these, 213 showed unexpected sonographic findings. 96 of these patients were women. Gynaecological diseases or changes in the minor pelvis were least represented. This proportion is so small that routine sonography does not appear worth while as far as gynaecology is concerned. For, if we take the incidence of adnexal tumours into account, relevant chance findings can be expected in only 2.8 cases out of one million, which makes the screening process uneconomical.
Schlüsselwörter
Screening - Frauenheilkunde
Key words