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DOI: 10.1055/s-2007-1023192
Geburtseinleitung mit einem neuen intrazervikal applizierbaren Prostaglandin E2-Gel
Ein erster ErfahrungsberichtInduction of Labour with Intracervical Prostaglandin E2-GelPublication History
Publication Date:
18 March 2008 (online)
Zusammenfassung
Wir berichten über Erfahrungen mit intrazervikaler Applikation von 0,5 mg Prostaglandin E2-Gel (Cerviprost®, Organon) zur Geburtseinleitung bei 43 Patientinnen. Als Indikation für die Geburtseinleitung lag 10mal eine Übertragung, 9mal ein Blasensprung von mehr als 24 Std., 11mal eine mütterliche und 13mal eine fetale Indikation vor. Der mittlere Bishop-Score betrug zum Zeitpunkt der Gelapplikation 3,1 und 9 Std. später oder bei Beginn regelmäßiger Wehentätigkeit 6,7. In 9 der 43 Fälle war die Einleitung erfolglos. Nach erfolgreicher Einleitung kam es 23mal zur Spontangeburt, in 6 Fällen wurde eine Forcepsextraktion und in 5 ein Kaiserschnitt durchgeführt. Eine Überstimulation des Uterus trat in 6 Fällen auf, von denen 5 während der ersten Studienperiode (16 Fälle) auftraten und nur eine bei den restlichen 27 Einleitungen beobachtet wurden. Als mögliche Ursache muß die unbeabsichtigte extraamniale Applikation von Prostaglandingel vermutet werden; diesem Aspekt wurde in der zweiten Studienperiode besondere Beachtung geschenkt. Unsere Untersuchung zeigt, daß die intrazervikale Gabe eines Prostaglandingels als geeignet für die Geburtseinleitung bezeichnet werden muß. Obwohl Nebenwirkungen bei korrekter Anwendung selten auftreten, muß eine sorgfältige Überwachung von Mutter und Kind gewährleistet sein.
Abstract
We report on our experience with the induction of labour using 0.5 mg of Prostaglandin E2 gel (Cerviprost®, Organon) intracervically. Out of 43 cases, 27 were Primiparae. Indication for induction was: 10 post-term pregnacies, 9 PROM's > 24 h, 12 foetal and 11 maternal indications. Mean Bishop score before induction was 3.1 and 9 hours later or at the beginning of regular contractions 6.7. In 9 of the 43 cases induction was unsuccessful. There were 23 spontaneous vaginal deliveries, 6 forceps and 5 Caesarean sections. Uterine hyperstimulation was found in 6 cases, 5 of which occurred during the first 16 inductions, and only one was seen during the following 27. A possible reason may be unrecognised extra-amniotic application of the gel. Intracervical Prostaglandin seems to be an appropriate method not only for cervical ripening but also for induction of labour in cases with a low Bishop score. Although side effects are rare, sufficient monitoring and control of mother and foetus are mandatory.
