Abstract
The in-vitro uptake of four anthracyclines into leukemic cells was investigated. The
accumulation was found to be dependent on the extracellular anthracycline concentration
in a linear fashion. The steady state intracellular drug level was reached very quickly
and was found to be correlated to the extracellular pH-value in the range between
6.4 and 7.4. Intracellular anthracycline accumulation was restricted in a leukemic
subline (F 4-6 R), which was found to be 86 times more resistant to doxorubicin compared
with its wild tpye (F 4-6).
The importance of the initial uptake phase of anthracyclines into leukemic cells raises
the question whether long-term "cardioprotective" anthracycline application schedules
will retain the same antileukemic effect as conventional bolus injection.
Zusammenfassung
Die zelluläre Aufnahmekinetik von vier Anthracyclinen wurde an Leukämiezellinien in
vitro untersucht.
Dabei fand sich eine lineare Abhängigkeit von der Konzentration über einen weiten
Dosisbereich. Der zeitliche Verlauf der Akkumulation war durch eine steile erste Phase
gekennzeichnet, so daß die Gleichgewichtseinstellung nach wenigen Minuten abgeschlossen
ist.
Die Aufnahme von Doxorubicin, Daunorubicin und Epirubicin in Leukämiezellen ist in
einem Bereich zwischen pH 6,4 und 7,4 dem pH-Wert proportional. Ein von uns charakterisierter
Subtyp der verwendeten Mäuseleukämiezellinie (F 4-6 R) mit einem Resistenzfaktor
von 86 für Doxorubicin gegenüber dem Wildtyp (F 4-6) besitzt die Fähigkeit, die Anthracyclinakkumulation
zu reduzieren.
Die in unserem Modell nachweisbare schnelle Phase der Anthracyclinaufnahme in Leukämiezellen
gibt Anlaß, vor der Anwendung protrahierter ,,kardioprotektiver" Applikationsformen
weitere Untersuchungen zur Bestimmung der antileukämischen Schwellendosis von Anthracyclinen
abzuwarten.