Zusammenfassung
Die Kirschner-Draht-Osteosynthese stellt ein Bindeglied zwischen der konservativen
Frakturbehandlung distaler Radiusfrakturen und den operativen Behandlungsmethoden
wie Platte oder Fixateur externe dar. Die Methode ist minimal invasiv, einfach, billig
und schnell. Die Indikation für die Kirschner-Draht-Osteosynthese besteht bei distalen
Monoblock-Frakturen mit Dislokation nach dorsal und ohne wesentliche Gelenkbeteiligung.
Der Eingriff muss in einer exakten Operationstechnik erfolgen um Komplikationen zu
vermeiden. Die Kirschner-Drähte werden unter Bildwandlerkontrolle durch nur kleine
Hautinzisionen mit Vorteil in den Frakturspalt eingebracht und die Fraktur gegen eine
Sekundärdislokation abgestützt. Nach 4-6 Wochen Ruhigstellung in Gips oder Handgelenksmanschette
können die Kirschner-Drähte nach 8 Wochen in Lokalanästhesie entfernt werden.