RSS-Feed abonnieren
DOI: 10.1055/s-2007-997555
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York
Erfahrungen mit Querresektionen und Längsspaltungen in der Behandlung von Trachealstenosen und Trachealverletzungen*
Clinical Experience with Tracheal Resections and Vertical Dissection in the Treatment of Stenoses and Traumatic Lesions * Herrn Prof. Dr. H. Feldmann zum 70. Geburtstag gewidmet.Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
29. Februar 2008 (online)


Zusammenfassung
Hintergrund: Die Behandlung von Stenosen und Traumen im Bereich des subglottischen Raumes und der Trachea erfordert erfahrungsgemäß wegen hoher Rezidivneigung eine aufwendige und zeitintensive Betreuung. Ziel der Arbeit war es, die Effizienz der Tracheaquerresektionen und Trachealängsspaltungen bezüglich Behandlungsdauer und Behandlungsqualität zu überprüfen. Patienten: In die nachfolgende Studie sind 31 erwachsene Patienten einbezogen, die an einer mittel- bis hochgradigen Trachealstenose litten. Bei ihnen wurde die klassische Tracheaquerresektion durchgeführt. Eine Kasuistik mit einer ösophagotrachealen Fistel wurde aus dieser Gruppe besonders hervorgehoben, da die Tracheasegmentresektion als neue Methode zum Fistelverschluß diente. Das Krankengut umfaßte ferner zwei Kinder, bei denen nach traumatischer Trachealäsion im unteren Drittel der Trachea ein transtrachealer Zugang für die Versorgung gewählt wurde. Durch die tiefe vertikale Tracheaspaltung konnte auf eine Sternotomie bzw. Thorakotomie verzichtet werden. Ergebnisse: Die Stenosen waren in 93,5% auf Langzeitintubationen zurückzuführen. Die Erfolgsquote nach Tracheaquerresektion mit Beseitigung der Stenose und problemlosem postoperativen Verlauf lag bei 87%. Es bestand bezüglich der Prognose keine Alters- oder Geschlechtsabhängigkeit. Ungünstig wirkte sich die vorausgegangene Anlage eines Tracheostomas und die Anzahl der Vorbehandlungen aus, die andernorts auf verschiedenste Art und Weise durchgeführt worden waren. Zwei Patienten hatten postoperativ eine einseitige Recurrensparese. Schlußfolgerung: 1. Die Ansätze der Tracheachirurgie sind sehr vielseitig. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass der Entschluß zur Querresektion häufig durch das Ende der Behandlungsbedürftigkeit belohnt wird. 2. Der transtracheale Zugang erlaubt bei Kindern Manipulationen bis in den Bereich der Carina und hilft, den Patienten eine Sternotomie bzw. Thorakotomie zu ersparen.
Summary
Background: The treatment of stenoses and traumatic lesions in subglottic and tracheal areas often requires long term follow-up. This study was undertaken to evaluate the efficiency of tracheal resections and vertical dissections with respect to the length and the quality of the treatment. Patients: Thirty-one adult patients underwent tracheal resections. This group includes one patient with an esophagotracheal fistula which was closed after segmental resection. Two cases of traumatic tracheal lesions in the lower third of the trachea in children are also presented. Results: Long-term intubation was the reason of stenosis in 93.5% of the patients. The tracheal stenosis was successfully resected in 87% of the patients without any complications. The healing process was not related to age and sex. The prognosis was influenced negatively by the type and frequency of previous treatments. We detected paresis of the recurrent nerve postoperatively in two patients. Conclusions: 1. Our experience has shown that tracheal resection is the optimal treatment of stenosis. 2. The transtracheal access in childhood is very suitable for the closure of tracheal lesions located in the lower third of the trachea.
Schlüsselwörter
Trachealstenose - Trachealverletzungen - Tracheasegmentresektion - Tracheaösophagealer Fistelverschluß - End-zu-End-Anastomose - Transtrachealer Zugang
Key words
Tracheal resection - Tracheal stenosis - Tracheal lesions - Tracheal-esophageal fistula - End-to-end anastomosis - Transtracheal access