Zusammenfassung
Der Nasopharynx zählt in diagnostischer und therapeutischer Hinsicht wegen seiner
versteckten Lage zu den weniger zugänglichen Regionen des Kopf-Hals-Gebietes. Von
besonderer Bedeutung in diesem Bereich ist die radiologische Abgrenzung der verschiedenen
Weichteilkomponenten untereinander und zur Schädelbasis. War man nun in der Vergangenheit
bei diesen Fragestellungen auf die konventionelle Tomographie angewiesen - ein Verfahren,
welches insbesondere knöcherne Arrosionen oft nur unzureichend darstellte-, so wurde
mit Einführung der Computertomographie (CT) und deren hochauflösender (“high-resolution”)
Technik eine Methode eingeführt, die die Problematik der Knocheninfiltration besser
lösen konnte. Nachteile wies die CT allerdings noch bei der Weichteildifferenzierung
auf. Mit Einführung der Kernspintomographie (KST) wurde auch eine exaktere Unterscheidung
der verschiedenen Weichteilkompartimente im Nasen-Rachen-Raum möglich. Durch die Wahl
unterschiedlicher Aufnahmeparameter kann zudem zwischen entzündlichen Prozessen, Zysten
und Tumoren unterschieden werden. Eine weitere wichtige Zusatzinformation liefert
das Kontrastmittel Gadolinium-(Gd-) DTPA. Nach KM-Gabe ist bei vielen Raumforderungen
durch Erhöhung der Signalintensität eine exaktere Beurteilung der Tumorgrenzen und
der Vaskularisation möglich. Eine Aussage über die Infiltration der Schädelbasis kann
jedoch nur bei ausgedehnten Befunden getroffen werden, während in der CT auch geringfügige
Knochenarrosionen verifiziert werden können. Allerdings ist bei beginnenden Arrosionen
mit der KST eine verbesserte Differenzierung zwischen benignen und malignen Raumforderungen
möglich. Somit haben heute bei der Abklärung unklarer Prozesse im Epipharynx beide
Methoden - CT und KST - ihre definierten Indikationen. Bei bestimmten Fragestellungen
- zum Beispiel bei gefäßassoziierten Erkrankungen - ist außerdem die arterielle DSA
indiziert.
Summary
The nasopharynx is one of the most delicate areas of the head and neck for diagnosis
and treatment. Biopsies can be taken easily under local anaesthesia; however, since
many tumours in this particular region grow in the submucosa, biopsies taken from
the superficial tissue layers might not show any signs of malignancy. Thus, diagnostic
imaging has become important in evaluating the nasopharyngeal region. Until the early
seventies, when computed tomography (CT) was introduced, conventional tomography was
commonly used. Since the development of CT and - particularly - the “high-resolution”
technique, tumour infiltration of the skull base and parapharyngeal space as well
as intracranial extension can be evaluated sufficiently and the different compartments
of the soft tissue can be clearly distinguished due to their varying density. Magnetic
resonance imaging (MRI) - a new technique introduced a few years ago - yields a much
better soft tissue contrast than CT. Contrast enhancement after application of Gd-DTPA
provides further information on tumour outlines and architecture. Benign lesions can
be distinguished from malignant tumours, as well as recurrent tumours from postoperative
fibrosis. MRI can also show large bony defects while minor infiltrations of the skull
base are detected by HR-CT. Both MRI and CT are well-established methods in diagnosing
diseases of the nasopharynx and its surroundings. For evaluations of the vascular
supply prior to operation digital subtraction angiography (DSA) might be necessary
in some cases.