Laryngorhinootologie 1987; 66(7): 381-385
DOI: 10.1055/s-2007-998681
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Pulssynchrone Ohrgeräusche durch ektope Gefäße im Mittelohrbereich

Ein Beitrag zur Differentialdiagnose des Glomus jugulare-TumorsObjective Pulsatile Tinnitus Caused by Arterial and Venous Abnormalities in the Middle EarW. Stoll
  • Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Münster (Direktor: Prof. Dr. H. Feldmann)
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
29. Februar 2008 (online)

Zusammenfassung

Anhand von 5 Fallbeschreibungen wird die Bedeutung pulssynchroner Ohrgeräusche zur Früherkennung ekt-oper arterieller und venöser Gefäßanomalien im Innenohrbereich vorgestellt. Anamnestisch ist darauf zu achten, ob die Ohrgeräusche sich durch Situationen, die mit einer Blutdruckänderung verbunden sind, provozieren oder unterdrücken lassen.

Differentialdiagnostisch sollte bei otoskopischem Verdacht auf einen Glomus jugulare-Tumor stets an ektope Gefäße gedacht werden, auch wenn sie klinisch nur selten in Erscheinung treten.

Mit der Interpretation von CCT-Befunden muß sich jeder Ohrchirurg kritisch auseinandersetzen.

Summary

Two cases of aberrant internal carotid arteries and three cases of high bulb of the internal jugular veins located in the middle ear cavity are presented.

Preoperatively the patient should be questioned about dependance of the bruit on situations altering the blood-pressure.

With regard to the differential diagnosis of glomus jugulare tumours, vascular abnormalities must be taken into account - even though they are rare. CT findings should be interpreted critically.