Zusammenfassung
In Ergänzung zur kardiotokographischen Überwachung stehen jetzt für den klinischen
Einsatz die ersten Geräte zur Laserspektroskopie zur Verfügung. Mit diesem Verfahren
können Veränderungen von vier biochemischen Parametern (HbO2, desoxygeniertes Hb, totales Blutvolumen und Cytochrom aa3) kontinuierlich und nichtinvasiv erfaßt werden. Die Kalkulation wird nach Erfassung
der optischen Dichte des nach Einstrahlung von gepulstem Laserlicht im nahinfraroten
Bereich mit definierten Wellenlängen (775, 805, 845 und 904 nm) reflektierten Lichtes
möglich. Das Verfahren wurde bei 20 Patientinnen nach Applikation des Lasersystems
über ein modifiziertes Amnioskop sowohl präpartual als auch subpartual zur Anwendung
gebracht. Beim Vorliegen von wehenabhängigen suspekten CTG-Mustern im präpartualem
CTG fanden wir in 78% keine Hypoxiehinweise in der laserspektroskopischen Auswertung.
Bei einem CTG ohne Dezelerationen zeigte sich ein Abfall des Cytochrom aa3 in weniger als 1%. Subpartual wurde der progrediente Abfall des Lasersignals für
HbO2 und Cytochrom aa3 durch Messung von PO2 im fetalen Blut verifiziert. Hier bestand eine statistisch signifikante Korrelation
mit einem Korrelationskoeffizienten von r = 0,96 bzw. r = 0,94.
Insgesamt stellt die Laserspektroskopie potentiell eine sinnvolle Ergänzung der prä-
und subpartualen Überwachung dar, da durch ihren Einsatz möglicherweise im Falle von
suspekten Herzfrequenzmustern eine Differenzierung in tatsächlich gefährdete und nicht
gefährdete Kinder gelingt.
Abstract
Monitors for laser spectroscopy are available as an additional tool for foetal surveillance.
Using this technique, continuous and non-invasive registration of four biochemical
parameters (HbO2, HbR, blood volume and cytochrome aa3) can be performed. The calculation is based on the optical density after irradiation
of the biological sample with pulsed laser light in the near-infrared range (755,
805, 845, 904 nm). We evaluated the new technique in a clinical trial of 20 patients.
The application of the laser sensor was performed, using a modified amnioscope. During
prenatal tracings in cases with suspect CTG patterns, hypoxia was not verified. In
cases without late decelerations a decrease of the cytochrome aa3 signal was observed in less than 1%. During intrapartual measurements, near-infrared
signals were compared with the result of the PO2 measurement in foetal blood analysis. We found a significant correlation for HbO2 and cytochrome aa3 with a correlation coefficient of r = 0.96 respectively r = 0.94.
We conclude, that laser spectroscopy will potentially be of benefit for foetal monitoring
as it might provide a basis for differentiation between foetuses at risk and non-hazardous
cases.