Abstract
Selective Riga deficiency may be defined as an inborn state characterized by a decrease of serum Riga levels below 8 IU/l (˜ 5 mg/dl) which may be associated with clinical symptoms of disease. The frequency of this condition in the general population varies between 1 : 400 and 1 : 3000 in different countries. Patients with defects of chromosome 18, ataxia teleangiectatica and with connatal rubella syndrome have a high incidence of IgA deficiency.
Inspite of the decrease in circulating IgA there are B-lymphocytes containing IgA molecules in the peripheral blood. Thus it has been concluded that transformation of B-lymphocytes into IgA bearing plasma cells is stunted by another mechanism. While small amounts of IgA may be released by transformed plasma cells the capacity of B-lymphocytes to mature into fully functioning plasma cells releasing normal amounts of IgA is defective. T-cells acting as suppressor cells for IgA differentiation have been demonstrated in peripheral blood and are a possible explanation for this phenomenon.
The majority of individuals with IgA deficiency are healthy. Evaluations of increased susceptibility for infections have to consider the fact that 6 respiratory tract infections per year are the average for any preschool child.
However a number of children with IgA deficiency suffer from recurrent bacterial infections such as sinusitis, bronchitis and pneumonia, usually responding well to antibiotic treatment.
IgA deficiency has an established correlation with atopic diseases. There is an 40 fold increase in incidence of allergies and autoimmune diseases such as rheumatoid arthritis, lupus erythematodes and thyroiditis in individuals with IgA deficiency. Furthermore the rate of malignant tumors of the RES in 2 to 4 times higher than in the general population.
Isolated deficiency of secretory IgA is a rare condition and may be associated with increased susceptibility for fungal infections.
Substitution with immunoglobulin preparations containing 20% IgA is usually not indicated. Adequate IgA concentrations on mucous membrane surfaces are rarely achieved due to short half life time and insufficient secretion of parenterally applied IgA.
Hypersensitivity reactions caused by anti-IgA antibodies following blood transfusions in patients with selective IgA deficiency have been reported. Therefore IgA substitution in this condition is useless and potentially harmful.
Zusammenfassung
Ein selektiver IgA-Mangel kann als ein angeborener Defekt mit einer Verminderung des Serum-IgA-Spiegels unter 8 I.E. (˜ 5 mg/dl), der mit klinischen Symptomen einhergehen kann, definiert werden. Die Häufigkeit dieses Defektes in der Bevölkerung liegt je nach Land zwischen 1 : 400 und 1 : 3000. Patienten mit Defekten des Chromosoms 18, Ataxia teleangiacatica und mit angeborenem Röteln-Syndrom haben eine Häufung von selektivem IgA-Mangel.
Trotz der Verminderung von zirkulierendem IgA finden sich Lymphozyten, die IgA-Moleküle enthalten, im peripheren Blut. Hieraus wurde geschlossen, daß die Transformation von B-Lymphozyten in IgA-bildende Plasmazellen gestört ist. Es sind zwar vielfach transformierte Plasmazellen vorhanden, die geringe Mengen von IgA freisetzen, doch die Fähigkeit der B-Lymphozyten zu voll funktionsfähigen Plasmazellen zu reifen, die normale Mengen von IgA bilden, ist gestört. Im peripheren Blut einiger Patienten wurden T-Zellen mit Suppressoreigenschaften für die Differenzierung von IgA nachgewiesen, die diese Beobachtung erklären könnten.
Die meisten Personen mit IgA-Mangel sind vollkommen gesund. Die Annahme einer vermehrten Infektanfälligkeit sollte immer die Tatsache in Betracht ziehen, daß 6 Infekte des Respirationstraktes pro Jahr den Durchschnittswert für jedes Kind im Vorschulalter darstellen.
Einige Kinder mit IgA-Mangel leiden an rezidivierenden bakteriellen Infektionen, insbesondere an Sinusitiden, Bronchitiden und Pneumonien, die gewöhnlich gut auf antibiotische Behandlung ansprechen. Zwischen IgA-Mangel und atopischen Erkrankungen besteht eine gesicherte Korrelation. Patienten mit IgA-Mangel erkranken 40mal häufiger an Allergien und Autoimmunerkrankungen, wie z.B. rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes und Thyreoiditis als die allgemeine Bevölkerung.
Ein isolierter Mangel des sekretorischen IgA-Anteils bei normalen Serum-IgA-Spiegeln ist selten und kann mit einer vermehrten Anfälligkeit für Pilzinfektionen einhergehen.
Eine Substitution mit Gamma-A-Konzentrat, das ca. 20% IgA enthält, ist gewöhnlich nicht indiziert. Wegen der kurzen Halbwertzeit und der mangelnden Ausscheidung von parenteral injiziertem IgA auf den Schleimhäuten gelingt es gewöhnlich nicht, dort eine adäquate IgA-Konzentration zu erreichen. Dagegen wurden Überempfindlichkeitsreaktionen nach Bluttransfusionen bei Patienten mit IgA-Mangel, die auf Antikörperbildung gegen IgA zurückzuführen waren, beobachtet. Aus diesem Grunde ist eine Substitution mit IgA-Konzentration unnütz und evtl. sogar schädlich.