Abstract
98 patients were admitted for rehabilitation after knee arthroplasty (85 females,
13 males). 58 patients were younger than 70,40 patients were 70 or more years old.
Patients were examined at admittance (about 2 months after surgery), 4 weeks later
and one year after surgery. Pain, consumption of analgesics, walking distance, joint
mobility, activity of daily living were recorded and compared with gender, age, bodymass
index, type of prosthesis, number and type of concomitant diseases. Inpatient rehabilitation
resulted in a significant improvement of nearly all parameters in the study group.
It turned out that none of the patient variables had an influence on the result of
the rehabilitation; a trend could be seen only with the diagnosis - the results of
patients with rheumatoid arthritis were not as good as with osteoarthritis patients.
In aged patients, inpatient rehabilitation after knee arthroplasty had an equally
beneficial effect as seen in younger patients.
Zusammenfassung
98 Patienten wurden nach Implantation einer Kniegelenkendoprothese zur postoperativen
Rehabilitation stationär aufgenommen. Von den 85 Frauen und 13 Männern waren 58 Patienten
jünger als 70 Jahre, 40 Patienten waren 70 oder älter. Von diesen Patienten litten
78 an primärer Gonarthrose, 13 an chronischer Polyarthritis und 7 an sekundären Arthrosen
verschiedener Genese. Die Patienten wurden im Mittel 2,5 Monate nach der Operation
stationär aufgenommen, alle Patienten wurden zum Zeitpunkt der Aufnahme, bei ihrer
Entlassung und 62 dieser Patienten ein Jahr nach der Operation untersucht; die Schmerzen
bei Bewegung und in Ruhe, die Beweglichkeit, das Gangbild, die Verwendung von Gehbehelfen,
die maximale Gehzeit, der Gebrauch von Analgetika, die Funktionsklasse nach Steinbrocker
und die Beurteilung der Behinderung durch Patienten und Arzt sowie ein Selbsthilfestatus
wurden zu jedem Untersuchungszeitpunkt registriert. Diese Daten wurden bezogen auf
die Untersuchungszeitpunkte miteinander verglichen und hinsichtlich eventueller Einflüsse
des Patientenalters, des Geschlechtes, der Begleiterkrankungen, des Bodymass-Index
und der Grundkrankheit untersucht. - Mit Ausnahme des Analgetikagebrauches fand sich
bei allen untersuchten Parametern zum Zeitpunkt der Entlassung eine signifikante Besserung;
die Analgetikakonsumation nahm im Mittel ebenfalls ab, nahm aber bei der Kontrolle
nach einem Jahr wieder auf den Ausgangswert zu. Bei genauerer Analyse stellte sich
heraus, daß diese Zunahme vor allem bei jüngeren Patienten zu bemerken war. Dieser
Umstand ist auf zwei Ursachen zurückzuführen, einerseits sind jüngere Patienten aktiver
und neigen daher bei Belastungsschmerzen zur Einnahme einer analgetischen Bedarfsmedikation,
andererseits waren bei den jüngeren Patienten auch mehr Patienten mit chronischer
Polyarthritis, bei denen ebenfalls eine Zunahme der symptomatischen Therapie zu bemerken
war. Alle anderen erhobenen präoperativen Variablen wie Geschlecht, Bodymass-Index,
Zahl der Begleiterkrankungen, etc. beeinflußten das Rehabilitationsergebnis nicht;
im Besonderen fand sich auch kein Einfluß des Patientenalters. Lediglich bei den Diagnosen
fand sich ein Trend zu einem schlechteren Ergebnis bei Patienten mit chronischer Polyarthritis,
allerdings war die Fallzahl zu klein um statistische Signifikanz zu erreichen. Zusammenfassend
kann somit festgestellt werden, daß die stationäre Rehabilitation zu einer signifikanten
Verbesserung von Schmerz, Bewegung und Aktivitäten des täglichen Lebens führte.