Abstract
Ipratropiumbromid is used in adults for a variety of bradyarrhythmias. In contrast
this therapy has not yet been established in childhood, where symptomatic bradycardias
are less frequent.
Since Ipratropiumbromid has less side effects (especially concerning the central
nervous system) and a longer half time than atropin, we investigated the efficacy
of Ipratropiumbromid in 12 children (mean age 7.2 yrs.) in the course of 2 œ years.
We found a significant increase of the minimal and mean heart rate in Holter-Ecg-recordings.
Only in 7 of 12 patients we obtained a sufficiant therapeutic effect.
In one patient we had to terminate the therapy because of side effects.
In two patients with atrioventricular block and two children with higher degree sinus
node dysfunction could be removed only by implantation of a pacemaker.
In another case we observed the proarrhythmical effect of Ipratropiumbromid.
Summarizing we think, that the therapy with Ipratropiumbromid may be useful in symptomatical
supranodal bradyarrhythmias in childhood in regard of sideeffects.
Zusammenfassung
Ipratropiumbromid wird in der Erwachsenenmedizin seit einigen Jahren für eine Vielzahl
bradykarder Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Im Gegensatz dazu hat sich diese Therapie
im Kindesalter bei vergleichsweise wesentlich geringerem Auftreten symptomatischer
Bradykardien bisher nicht etabliert. Aufgrund der im Gegensatz zu Atropin wesentlich
geringeren Nebenwirkungen besonders auf das zentrale Nervensystem und der deutlich
längeren Halbwertszeit, haben wir Ipratropiumbromid in unserer Klinik im Zeitraum
von 2 œ Jahren bei insgesamt 12 Kindern (mittleres Alter 7,3 Jahre) in seiner Wirksamkeit
untersucht. Für die Gesamtgruppe konnte ein signifikanter Anstieg der minimalen und
mittleren Herzfrequenz im Langzeit-Ekg gesichert werden. Bei 7 von 12 Patienten kam
jedoch nur ein ausreichender Therapieerfolg zustande, in einem Fall mußte die Therapie
aufgrund von Nebenwirkungen beendet werden. Bei 2 Patienten mit atrioventrikulären
Leitungsstörungen und 2 Kindern mit höhergradigen Sinusknotendysfunktionen war die
Symptomatik nur durch eine Schrittmacherimplantation zu beheben. Einmal wurde eine
proarrhythmische Wirkung des Ipratropiumbromids beobachtet. Insgesamt ist unseres
Erachtens bei symptomatischen bradykarden Herzrhythmusstörungen im Kindesalter der
Versuch einer Ipratropiumbromid-Therapie bei Beachtung der Nebenwirkungen gerechtfertigt,
wenn es sich um supranodale Reizbildungs- und Leitungsstörungen handelt.
Key words
Ipratropiumbromid - Sinus node dysfunction - Atrioventricular block in children -
24 hour Holter recording9
Schlüsselwörter
Ipratropiumbromid - Sinusknotendysfunkion - höhergradiger AV-Block im Kindesalter
- Langzeit-Ekg