Zusammenfassung
Nuklearmedizinische Methoden (z. B. Isotopennephrogramm, Nierenszintigramm), die für
ein Screening geeignet wären, konnten die Diagnostik der renovaskulären Hypertonie
nicht verbessern. Von den herkömmlichen Verfahren hatte das Ausscheidungsurogramm
nach Bolusinjektion noch die höchste Aussagekraft, die in Verbindung mit der Nephroangiotomographie
wesentlich gesteigert werden konnte. Trotz der Möglichkeiten der Ultraschalldiagnostik
zur Beurteilung der Nieren ist bei der Frage nach dem Vorliegen einer renovaskulären
Hypertonie weiterhin ein Ausscheidungsurogramm erforderlich. Zusätzliche Aufnahmen
und Modifikationen (z. B. Frühurogramm) verursachen nur eine unnötige, vermeidbare
Strahlenbelastung und zusätzliche Kosten, ohne daß daraus ein weiterer diagnostischer
Gewinn resultiert. Statt dessen sollte die erforderliche Kontrastmittelinjektion zur
digitalen Subtraktionsangiographie der Nierenarterien genützt werden. Damit ist in
mehr als 90 % eine verläßliche Aussage über eine renovaskuläre Ursache der Hypertonie
möglich. Gleich gute Ergebnisse bringt die fotografische Subtraktion der ISA. Sie
sollte dort eingesetzt werden, wo eine DSA-Anlage nicht zur Verfügung steht. Die Angio-
und Sequenz-CT ist zur verläßlichen Erkennung von Nierenarterienstenosen nicht geeignet.
Mittels ihr können aber Dichtemessungen bzw. Zeit-Dichte-Kurven über beliebigen Arealen
der Gefäße, der Rinde und des Marks der Niere angefertigt werden, welche auf zirkulatorische
Störungen hinweisen und einen Seiten vergleich ermöglichen.
Summary
Nuclear medical techniques (such as isotope nephrograms, renal scintigrams) which
are suitable as screening methods, have been unable to improve the diagnosis of reno-vascular
hypertension. Amongst conventional procedures, the excretion urogram following a bolus
injection was the most informative, particularly if performed together with nephrotomography.
Although ultrasound is of some use in evaluating the kidneys, the excretion urogram
remains essential for the diagnosis of reno-vascular hypertension. Additional exposures
and modifications (e.g. early phase urogram only add unnecessary radiation and cost
without providing additional information. On the other hand, it would be useful to
obtain digital subtraction angiograms of the renal arteries during the contrast injection.
In this way, reliable information can be obtained on the cause of reno-vascular hypertension
in more than 90 % of patients. Similar results can be obtained by photographic subtraction
(ISA). This should be used where DSA apparatus is not available. Angio-CT and sequential
CT is not reliable for the diagnosis of renal artery stenosis. On the other hand,
these methods provide density measurements or time-density curves of selected areas
in the cortex or medulla of the kidney, which indicated abnormalities of the circulation
and provide a comparison of the two sides.