Zusammenfassung
Die überwiegende Zahl der Kiefergelenkserkrankungen ist primär durch einen pathologischen
Prozeß im Meniskus und Kapselbandapparat bedingt. Diese Erkrankungen manifestieren
sich gewöhnlich in einer anterioren Luxation des Meniskus, die sich jedoch mit der
konventionellen Röntgenuntersuchung einschließlich Tomographie nicht nachweisen läßt.
Zur Beurteilung des Meniskus genügt die alleinige Kontrastfüllung des unteren Kiefergelenkraums.
Diese Technik, die sich an 280 Patienten (308 Arthrogrammen) bewährt hat, wird beschrieben
und die hierfür relevante Röntgenanatomie diskutiert. Ernsthafte Komplikationen sind
in unserer Serie nicht aufgetreten.
Summary
Most abnormalities in the T. M. joint are due to pathological processes in the meniscus
or joint capsule. They usually manifest themselves as an anterior luxation of the
meniscus, which cannot be demonstrated by conventional radiological examination, even
including tomography. In order to evaluate the meniscus, it is necessary to perform
a contrast examination of the inferior joint space. The technique has proved valuable
in 280 patients (308 arthrograms). The method is described and radiological anatomy
is discussed. There were no significant complications in our series.