Rofo 1984; 141(11): 491-498
DOI: 10.1055/s-2008-1053177
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Die Arachnoidalzysten

Eine klinische, neuroradiologische, computertomographische UntersuchungArachnoid cysts: a clinical, neuro-radilogical and computertomographic investigationA. L. Agnoli, E. T. Ellams
  • Abteilung Neuroradiologie (Komm. Leiter: Priv.-Doz. Dr. A. L. Agnoli), des Medizinischen Zentrums für Radiologie und Neurochirurgische Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. H. W. Pia) der Justus-Liebig-Universität, Gießen
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
20. März 2008 (online)

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Zusammenfassung

Die klinischen Erscheinungen und die neuroradiologischen und computertomographischen Befunde von 125 Patienten mit intrakraniellen, nicht tumorösen oder gefäßbedingten zystischen Prozessen wurden analysiert. Für die Beurteilung kongenitaler Zysten ist die intrathekale Gabe jodhaltiger Kontrastmittel differentialdiagnostisch unerläßlich. Die CT-Darstellung mit 2 mm Schichtdicke, kombiniert mit der Möglichkeit koronarer und sagittaler Rekonstruktionen, ergibt die Möglichkeit, die Beziehung gegenüber den umgebenden Hirnstrukturen eindeutig zu beurteilen. Zusätzliche Fehlbildungen des Hirnes sind damit erfaßbar und bei der Therapie zu berücksichtigen. Die Luftuntersuchungen sind für die Diagnose unerheblich geworden, die Nativaufnahmen stellen jedoch immer noch den ersten diagnostischen Schritt dar. In Anbetracht der modernen mikrochirurgischen Technik ist jedoch die Angiographie noch empfehlenswert, um evtl. Gefäßanomalien schon präoperativ zu diagnostizieren.

Summary

The clinical features and neuro-radiological and computertomographic findings in 125 patients with cystic intracranial processes, which were neither due to tumour nor of vascular origin, have been analysed. The intrathecal injection of iodinated contrast media is absolutely essential for the differential diagnosis of congenital cysts. CT demonstration using 2 mm. slices and coronal and sagittal reconstruction makes it possible to relate the lesions to surrounding brain structures. Additional anomalies of the brain can be diagnosed and considered when planning treatment. Air studies are no longer necessary, but plain films remain the first diagnostic step. In view of modern micro-surgical techniques, angiography remains of value in order to diagnose vascular anomalies at a pre-operative stage.