Summary
With the transoccipital paramedian approach for transcranial Doppler examination of
the vertebrobasilar circulation, a complete examination of the intracranial vertebral
arteries und basilar artery is possible without moving the patient from the supine
position; this may be of value in intensive care conditions. Blood flow velocity and
flow direction in these vessels are registered through the occipital bone at relatively
more superficial levels, and identification of right and left vertebral arteries usually
represents no problem.
Zusammenfassung
Die Ausführung und Interpretation einer transkranialen Doppleruntersuchung (TCD) des
Blutflusses in der A. vertebralis und basilaris (VBC) wird dadurch kompliziert, daß
die A. vertebralis (VA) einen gewundenen Gefäßverlauf und seitliche Unterschiede in
den Gefäßkalibern aufweisen kann. Patienten mit VBC- Symptomen sind oft bewußtlos
oder aus anderen Gründen nicht in der Lage, eine sitzende Position einzunehmen. Da
der Blutfluß in der VA im Vergleich zur Karotis im größeren Maße von der Kopfstellung
beeinflußt wird, müssen diese Patienten mit Vorsicht behandelt werden. Die hier beschriebene
transokzipitale TCD der VBC unterscheidet sich dadurch von der konventionellen Methode,
die Beschallung durch das Foramen magnum vorzunehmen, daß der Blutfluß in der A. basilaris
(BA) und VA durch dünne Partien des Hinterhauptbeins hindurch in geringer Tiefe untersucht
werden kann. Das TCD-Gerät muß in einen höheren Verstärkungsgrad eingestellt werden,
wobei das Verhältnis zwischen Signalstärke und Rauschen dem einer transtemporalen
Untersuchung der anterioren Zirkulation entspricht. Die Beschallungstiefe hängt von
der Dicke der Nackenweichteile ab. Der 2-MHz-Transducer soll sich in einer Position
etwa zwei Zentimeter hinter der Spitze des Prozessus mastoideus befinden. Man beginnt
die Untersuchung mit einer Insonationstiefe von 30 mm und geht dann in 2 mm-Schritten
bis auf eine Tiefe von 40 mm, wo man die VA in ihrem Verlauf um den hinteren Atlasbogen
herum und durch das Foramen magnum hindurch lokalisieren kann. Danach beschallt man
den intrakraniellen Teil der VA in immer größerer Tiefe. In den tieferen Regionen
können die Ultraschallsignale dadurch optimiert werden, daß man den Transducer in
eine postero-inferiore und mediale Lage verschiebt, und zwar in Richtung auf die dünnsten
Anteile des Os occipitale ungefähr 3 cm lateral von der Mittellinie, hinter dem Zentrum
des Foramen magnum. Der Zusammenfluß beider VA wird im Abstand von etwa 60 mm lokalisiert.
Die BA und kontralaterale VA befinden sich in noch größerer Tiefe. Man hat keine Probleme
bei der Identifizierung von rechter und linker VA. Der Beschallungswinkel ist wahrscheinlich
der gleiche, unabhängig davon, ob man den Weg durch das Foramen magnum oder durch
das Hinterhauptbein wählt, da man die gleiche Blutflußgeschwindigkeit erhält, wenn
man die VA aus beiden Richtungen gleichzeitig mit einem zweikanaligen TCD-Gerät untersucht.
Der Winkel ist jedoch bei der BA-Untersuchung etwas größer. Die komplette TCD eines
bewußtlosen Patienten auf der Intensivstation ist mit Ausnutzung sowohl des transtemporalen
Fensters und unserer Technik möglich, ohne daß der Patient aufgerichtet werden muß.
Key words
Neurosurgical intensive care - Transcranial Doppler sonography - Basilar artery -
Vertebral artery