Zusammenfassung:
Wir untersuchten die histologischen Veränderungen der Samenleitersegmente beim Zustand
nach Vasektomie bei 65 Patienten, wobei die Refertilisation im Durchschnitt 4,5 Jahre
nach Vasektomie erfolgte. Das Narbengewebe wurde dabei senkrecht zum Verlauf des ehemaligen
Ductus deferens eingebettet. Fokale entzündliche Infiltrate chronischer Natur (Lymphozyten
und Plasmazellen) und akuter Natur (neutrophile Leukozyten) waren in 76,9 bzw. 41,5%
der Fälle nachweisbar. In weiteren 49,2% lagen Spermagranulome und in 52,2% Fadengranulome
vor. Die Rate der Gangregenerate und Narbenneurome belief sich auf etwa jeweils 20%.
In 10% der Fälle beobachteten wir eine Elastose des Bindegewebes und dystrophe Kalksalzablagerungen.
Wir folgern aus diesen Untersuchungen, daß es sich bei den Samenleitersegmenten und
ihrer Umgebung in einem Teil der Fälle um aktives Narbengewebe handelt.
Abstract
In 65 patients with reversal of vasectomy, the resected vas deferens tissue was investigated
by light microscopy with the following results: chronic inflammation was found in
76.9%, acute inflammation in 41.5%, foreign body granuloma in 52.2%, spermagranuloma
in 49.2%, and regenerates of ductus deferens in 20%. In 10% of the specimens elastosis
and dystrophic calcium deposits was observed. In conclusion, the vas segments after
vasectomy in some of the cases are not composed of silent scar tissue.
Key words:
Vasectomy - Ductus deferens - Refertilization