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DOI: 10.1055/s-2008-1057645
© 1980 F. Enke Verlag Stuttgart
Die Häufigkeit von Immunreaktionen nach perforierenden Keratoplastiken - Bericht über 100 aufeinanderfolgende Eingriffe
Incidence of Immune Reactions Following Penetrating Keratoplasty (Report on 100 Consecutive Interventions)Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
11. Februar 2008 (online)

Zusammenfassung
Erfolge und Mißerfolge von 100 perforierenden Keratoplastiken in ununterbrochener Reihenfolge werden untersucht. Operationstechnische Mängel spielen als Ursache einer Transplantateintrübung nicht mehr die entscheidende Rolle, es sind im wesentlichen immunologische Reaktionen für eine erneute Transplantateintrübung verantwortlich zu machen. Bezogen auf die Grunderkrankung der Hornhaut und den Vaskularisationsgrad wurden von den 100 Keratoplastiken 38 als prognostisch günstig, 56 als wenig günstig und 6 mit schlechter Prognose eingestuft. In der ersten Gruppe trat nur fünfmal eine Transplantatreaktion (etwa 13 %) auf, während in der zweiten Gruppe in etwa 64 % Transplantatreaktionen unterschiedlichen Ausmaßes feststellbar waren. Die Gruppe mit schlechter Prognose zeigte erwartungsgemäß die ungünstigen Ergebnisse. Notwendig ist eine langfristige postoperative Befundkontrolle und eine adäquate lokale Steroidtherapie.
Summary
The outcome of 100 consecutive penetrating keratoplasties was investigated. At present, inadequate surgical technique does not appear to be the major cause of graft failure; instead, immunologic reactions are largely responsible for graft failure. Taking corneal disease and the degree of vascularization as criteria, the prognosis was judged to be favourable in 38 of the 100 keratoplasties, less favorable in 56, and poor in six. In the first group, graft failure occurred only five times (about 13%), whereas in the second group graft reactions of variable degrees were found in about 64%. As expected, the group with a poor prognosis showed the poorest results. Postoperative follow-up over a long period of time and adequate local steroid therapy are necessary.