Abstract
Between 1978 and 1991 we made a continent cystostomy according to Mitrofanoff's technique
in 56 patients - children or adolescents - with a neurogenic bladder. We study the
complications and the long-term results (follow-up ranging from 3 to 17 years - average
10 years). One patient died from a urological complication, another one died 2 years
after from a neurological complication. Two patients were lost to follow-up after
3 years. Among the other patients 36 i.e. 64.3% have had urological complications.
Analysis of these complications and their treatment demonstrates that most could now
be avoided. At the present time the continent cystostomy with an appendicular or ureteral
conduit is the safest and most comfortable way to treat the incontinence of wheel-chair
bound patients who cannot or do not wish to use transurethral catheterisation.
Zusammenfassung
Im Zeitraum 1978-1991 wurde bei 56 Patienten eine kontinente Zystostomie nach der
Technik von Mitrofanoff angelegt. Es handelte sich um Kinder und Jugendliche mit einer
neurogenen Blase.
Die Komplikationen und Langzeitergebnisse wurden in einem Zeitraum von durchschnittlich
10 Jahren (3-17 Jahren) überprüft.
Ein Patient verstarb an urologischen Komplikationen, ein anderer verstarb 2 Jahre
nach dem Eingriff an neurologischen Komplikationen. Zwei Patienten konnten 3 Jahre
nach dem Eingriff nicht mehr nachuntersucht werden. Von den verbleibenden 36 Kindern
zeigten 64,3 % urologische Komplikationen. Die Analyse zeigt jedoch, daß die meisten
dieser Komplikationen heute vermeidbar sind. Im Augenblick kann die kontinente Zystostomie
mit einem appendikulären oder uretralen Conduit als die sicherste und komfortabelste
Methode in der Behandlung einer Urininkontinenz angesehen werden, ganz besonders bei
den Patienten, die an einen Rollstuhl gebunden sind und keine Möglichkeit einer transurethralen
Katheterisierung haben.
Key words
Continent cystostomy - Neurogenic bladder - Incontinence
Schlüsselwörter
Kontinente Zystostomie - Mitrofanoff-Technik - Neurogene Blasenentleerungsstörung
- Intermittierendes Katheterisieren