Klin Monbl Augenheilkd 2022; 239(04): 443-448
DOI: 10.1055/a-1738-8928
Klinische Studie

Progression of Visual Field Damage within Clusters Depends on Preexisting Damage

Das Fortschreiten der Schädigung des Gesichtsfelds innerhalb von Clustern hängt von bereits bestehenden Schäden ab
Lukas Burkart
Augenklinik, Stadtspital Triemli, Zurich, Switzerland
,
Florentina Freiberg
Augenklinik, Stadtspital Triemli, Zurich, Switzerland
,
Augenklinik, Stadtspital Triemli, Zurich, Switzerland
› Author Affiliations
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Abstract

Purpose To investigate, in a routine clinical setting, how global progression or progression within visual field clusters depends on preexisting damage.

Methods Glaucoma patients with a visual field damage of at least 3 dB at baseline and a series of at least 5 good quality examinations were scrutinized retrospectively. The change in visual field damage within 10 visual field clusters was assessed in a mixed linear effects model with age, baseline global mean deviation (MD), baseline cluster MD, and observation time as covariates. In addition, progression was tested for a global MD rate with age, baseline global MD, and observation time as covariates.

Results A total of 50 patients with a mean (± SD) age of 78 (± 13) years and a baseline global mean defect (MD) of 7.6 dB (± 4.4) fulfilling the selection criteria were identified between 2001 and 2019 out of 5019 patients in a visual field database of a tertiary ophthalmology center. Baseline visual field damage (global MD) correlated positively (p < 0.001) with the progression rate within clusters, but not with the global MD rate (p = 0.075). Higher age was a significant predictor for more rapid progression in both models (p < 0.001).

Conclusion In this retrospective study of patients in a routine clinical setting, who were not enrolled in studies, and simply receiving routine clinical care, analyzing progression within visual field clusters was more sensitive than assessing the global MD rate.

Zusammenfassung

Zweck In der klinischen Routine sollte die Abhängigkeit der globalen Progression oder der Progression innerhalb von Gesichtsfeldclustern von der Vorschädigung untersucht werden.

Methoden Glaukompatienten mit einem Gesichtsfeldschaden von mindestens 3 dB bei Studienbeginn und einer Serie von mindestens 5 Untersuchungen guter Qualität wurden retrospektiv untersucht. Die Veränderung des Gesichtsfeldschadens innerhalb von 10 Gesichtsfeldclustern wurde in einem Modell mit gemischten linearen Effekten mit dem Alter, der globalen mittleren Abweichung (MD) zu Beginn der Untersuchung, der MD in den Clustern zu Beginn der Untersuchung und der Beobachtungszeit als Kovariaten bewertet. Zusätzlich wurde die Progression für die globale MD-Rate getestet, wobei das Alter, der Ausgangswert der globalen MD und die Beobachtungszeit als Kovariaten berücksichtigt wurden.

Ergebnisse Aus einer Gesichtsfelddatenbank eines tertiären ophthalmologischen Zentrums wurden zwischen 2001 und 2019 aus 5019 Patienten insgesamt 50 Patienten mit einem mittleren (± SD) Alter von 78 (± 13) Jahren und einem mittleren globalen Ausgangsdefekt (MD) von 7,6 dB (± 4,4) identifiziert, die die Auswahlkriterien erfüllten. Der Ausgangswert der Gesichtsfeldschädigung (globale MD) korrelierte positiv (p < 0,001) mit der Progressionsrate innerhalb von Clustern, jedoch nicht mit der globalen MD-Rate (p = 0,075). Ein höheres Alter war in beiden Modellen ein signifikanter Prädiktor für eine schnellere Progression (p < 0,001).

Schlussfolgerung In dieser retrospektiven Studie an Patienten in der klinischen Routine, die nicht in Studien eingeschlossen waren, sondern lediglich eine klinische Routineversorgung erhielten, war die Analyse der Progression innerhalb von Gesichtsfeldclustern sensitiver als die Bewertung der globalen MD-Rate.



Publication History

Received: 03 August 2021

Accepted: 09 January 2022

Article published online:
04 March 2022

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