Schlüsselwörter
Sehnenheilung - Achillessehnendefekt - Tenosynovialitis - Tendinopathie - Enthesitis
Key words
Healing response - tendon healing - achilles tendon rupture - tenosynovitis - enthesitisonline publiziert 2022
Hintergrund
Ein Viertel der Gesamtzahl der Knochen und Gelenke des Körpers findet sich im
Bereich des Fußes, der zudem einer erheblichen statischen Belastung durch
Schwerkraft und Körpergewicht ausgesetzt ist. Insofern führen
bereits geringe Pathologien an Sehnen und Bändern zu erheblichen
Störungen des dynamischen Gleichgewichtes mit konsekutiven
Funktionsstörungen. Die Ursachen für Tendopathien bzw.
Tenosynovialitiden sind mannigfaltig. Stoffwechsel und Genaktivität der
Bindegewebszellen im Sehnengewebe reagieren sehr empfindlich auf mechanische
Beanspruchung und aber auch entzündliche Reize im Hinblick auf die
Integrität der extrazellulären Matrix. In puncto Belastbarkeit
können die Sehnen an der unteren Extremität kinetische Energie um
den Faktor 400–1800 speichern. Ihre Kapazität liegt damit deutlich
über der von Muskelgewebe. Noch eindrucks-voller stellen sich die
physikalischen Verhältnisse an den knöchernen Insertionen dar. Dort
ist ein bis fünfzigfacher Unterschied im Widerstandsverhalten gegen
Zugbelastung zwischen den elastsichen Sehen und dem steifen Knochen auszumachen,
welches durch das komplexe Zusammenspiel von Faserorientierung und
Mineralisierungsgrad bestimmt ist [1].
Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, der katabole Einfluss von
Medikamenten wie Chinolone, Überlastungen durch Übergewicht,
Muskelverkürzungen oder erhöhte Beanspruchung, Traumata und eben
auch Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises können über
unterschiedlich getriggerte Entzündungsmechanismen das Sehnengewebe
dauerhaft schädigen. Eine zielgerichtete Therapie erfordert dabei ein
umfassendes Verständnis für die Reaktionsweise der Tenozyten und die
Sehnenstruktur selbst [2].
Untersuchungen an großen Patientenkollektiven zur Früharthritis
beschrieben gerade für subklinische und frühe Verläufe
Tenosynovialitiden prädominanter als gelenkseitige Synovialitiden.
Für Patienten mit initial unspezifischen Arthralgien und Arthritiden zeigte
sich, dass die Tenosynovialitis ein unabhängiger Risikofaktor eine
frühe RA zu entwickeln war, während die Synovialitis im Rahmen einer
Arthritis weit weniger Vorhersagekraft bietet. Die Sehnenscheide scheint eine
frühe Angriffsfläche für die Inflammation mit Granulozyten
und Makrophagen im präklinischen Stadium darzustellen. Diese Feststellung
gilt insbesondere im Bereich der kleinen Gelenke wie den Zehengrundgelenken im
Bereich des Fußes [3].
Topografisch lassen sich die Tendinopathien unterscheiden in
-
Ansatz und Ursprungstendinosen (Insertional)
-
Erkrankungen im Sehnenverlauf (Midportion)
-
Myotendinosen am Muskel-Sehnen-Übergang
-
Sehnen-Knochen Erkrankung i. S. von Enthesitiden: Komplex aus
Sehnenübergangszone und Transitionszone im Bereich des Knochens
([Abb. 1], [4])
Abb. 1 Schemazeichnung einer tendinösen Insertionszone.
Dargestellt ist das komplexe Zusammenspiel von Faserorientierung und
Mineralisierungsgrad, welcher auf zelluläre Ebene von sehnigen
Fibrozyten über enthesale Fibrochondrozyten bis zu den
ossären Osteozyten gesteuert wird (basierend auf Daten aus [4]).
Pathophysiologie der degenerativen Tendinopathien
Pathophysiologie der degenerativen Tendinopathien
Ursprünglich wurde die Tendinopathie als ausschließlich degenerative
Erkrankung im Zusammenhang mit Überlastungen und Alterungen interpretiert
[5]
[6]. Inzwischen ist nicht nur durch immun-histochemische Untersuchungen
belegt, dass Mechanismen einer chronischen Entzündung wesentlich zur
Pathogenese degenerativer Prozesse, aber auch zum Sehenenheilungsverlauf beitragen.
Damit erklärt sich auch die therapeutische Ambivalenz antiinflammatorischer
Substanzen, wie NSAR oder Kortikosteroide, welche nur kurzzeitig wirksam sind aber
im langfristigen Verlauf sich nicht bewähren konnten [6]. Für die frühe
Reparationsphase affektierter Sehnen ist ein ausgeglichenes Zusammenspiel von
Matrix-Metalloproteasen -Mediatoren (MMP) notwendig, um das Remodelling der
Extrazellularmatrix (ECM) zu orchestrieren und damit degenerative
Folgeschäden zu verhindern [7].
Physiologisch bilden Triple-Matrix Typ I-Kollagene den Hauptbestandteil des
vielschichtigen Aufbaus der Sehne, welcher sich über primäre,
sekundäre und tertiäre Fasernbündel bis zur Sehneneinheit
mit Paratenon erstreckt. Elastine und Glykoproteine ergänzen die
extrazelluläre Matrixstruktur (ECM). Zusammensetzung und Dichte des
Kollagenanteils passen sich des Weiteren im Sinne der Mechanotransduktion sehr eng
den auf sie einwirkenden Kräften und Lasten an. Unter dem Begriff der
Mechanotransduktion wird die Fähigkeit der Tenozyten beschrieben, einen
mechanischen Reiz über Signaltransduktion in die Synthese von Proteinen
umzuwandeln. Dadurch kann der Umbau der extrazellulären Matrix durch die
Tenozyten an die mechanische Belastungssituation angepasst werden. Die
physiologische Belastung stellt einen für die Sehne wichtigen mechanischen
Reiz dar, der die Synthese und Ausrichtung der Kollagenstrukturen und die
Fibroblastenfunktion regelt. Nun reagiert der Stoffwechsel und die
Genaktivität dieser Bindegewebszellen und der tenosynovialen
Flügelzellen wesentlich intensiver auf mechanische Beanspruchungen als
bisher angenommen [8]
[9].
Regulatorisch wirken hierbei neurovegetative Reize neben belastungsadaptiven
vaskulären Mechanismen auf die Tenozyten ein. Diese wiederum werden
über die als Gleitschicht wirksamen Sehnenscheiden ernährt. Das
Stratum synoviale bildet einen doppelwandigen Schlauch, welcher mit Synovia
gefüllt ist. Im Innersten ist die Lamina viscerale mit dem Epitendineum und
außenseitig die Lamina parietale mit dem Stratum fibrosum adhärent
verknüpft. Nervenrezeptoren finden sich gehäuft im Bereich der
Insertionen und an den Muskelsehnenübergangsbereichen. Die Zelldichte der
Tenozyten reduziert sich altersabhängig ebenso wie ihre molekulare
Leistungsfähigkeit. Neben vermehrt nachweisbaren Entzündungszellen
reduziert sich im Alter auch der Proteoglykananteil und Stoffwechsel, der
Wassergehalts nimmt um bis zu 50% ab. Dabei können die elastischen
Fasern in einzelnen Sehnen stark reduziert sein. Zunehmend ergeben sich Hinweise,
dass der Nachweis der nicht enzymatischen Glykolisierung (AGE: Advanced Glycation
Endproducts) ein sensitiver Marker für das Alter des Sehnengewebes
darstellen könnte. Der inflammatorische Prozess bei degenerativen
Veränderungen wird auf Zellebene dominiert von Makrophagen, Lymphozyten und
Mastzellen und nur zu geringen Anteilen von Granulozyten. Die Makrophagen
unterliegen im Rahmen der Sehnenheilung einem Shift vom M1 zum M2-Phenotyp
(sogenannter Lipid Mediator Class Switch), welcher die Tenocyten zuungunsten
fibrotischer und chronisch inflammatorisch-degenerativer Muster prägen
könnte. Die auf eine balancierte Aktivität von Metalloproteinasen
angewiesen Sehnenhomöostase zeigt sich hierbei wesentlich gestört.
M1-Makrophagen spielen eine wesentliche Rolle im Sehnenkatabolismus im Rahmen
früher Läsionsstadien, während die M2-Makrophagen in der
nachfolgenden Heilungsphase anabole Aufgaben übernehmen. Biopsien humaner
tendinopathisch erkrankter Achillessehnen fanden in 95% entsprechende
Immunzellpopulationen. Viele NSAR, insbesondere Diclofenac, reduzieren die
Konzentration der M1-Makrophagen und Neutrophilen im Paratenon während der
Heilungsphase. Die Entzündungsphase verlängerte sich mit
begleitenden Ödemen ohne allerdings später die biomechanische
Integrität der Sehne im Tierversuch auffällig zu stören.
Parecoxib dagegen führte bereits in der frühen
Entzündungsphase zu Störungen, die mit einer 25%-igen
Verringerung der späteren Belastbarkeit der Sehne einhergingen
während paradoxerweise Parecoxib eingesetzt in der späteren
re-modulierenden Heilungsphase sogar zu einer Zunahme der tendinösen
Stresstoleranz führte [10].
Eine unphysiologische Trophik im Sehnengewebe bedingt auch einen Ersatz des
für die biomechanischen Eigenschaften verantwortlichen Typ 1-Kollagens durch
Typ 3-Kollagen, welches mit deutlich reduzierten Elastizitäts- und
Stresseigenschaften einhergeht. Über einen gestörten hyaluronaren-
und PG-Stoffwechsel kann dann sogar eine chondroide Metaplasie mit den typischen
Kalzifikationen im Sehnenansatzbereich entstehen. Es bleibt weiteren Studien
vorbehalten die pathophysiologische Rolle der einzelnen MMP´s im Hinblick
auf den geeignetsten Interventions-zeitpunkt im Rahmen der Sehnenheilung zu
entschlüsseln [11].
Ähnlich wie in der Rheumatologie und Arthroseforschung, wird versucht
über diese Kenntnisse molekulare Targets zu entwickeln, die einen
strukturmodifizierenden therapeutischen Effekt im Hinblick auf ungestörte
Reperaturmechanismen besitzen könnten. C1q/TNF-Related Protein-3
(CTRP3) ist ein solches Zytokin, welches bei Tendinopathien überreguliert
wird und zu einer Akkumulation von kartilaginären Proteoglykanen und einer
Degeneration von Kollagenfasern führt [12]. Mausmodelle konnten zeigen, dass eine Neutralisierung von CTRP3
über Antikörper experimentell erzeugte tendinopathische
Veränderungen im Bereich der Achillessehne und Rotatorenmanschette bremsen
konnten. Ein weiteres Target könnte Interleukin 17 A sein, welches
als Mediator des „tissue remodellings“ im Rahmen tendinopathischer
Umbauvorgänge gilt. Dieses Zytokin zeigte sich hochreguliert in Biopsaten
aus der Rotatorenmanschette im Rahmen früherer Entzündungsphasen
[13]. Eine IL17A Inkubation von Tenozyten
stimuliert deren proinflammatorisches Potential mit nachfolgend erhöhter
Expression von Kollagen III sowie weiteren hieran assoziierten Alterationen der
Sehnenmatrix. Als weitere sich wechselseitig beeinflussende Botenstoffe gelten
TNF-Alpha, IL1-Beta, IL6, IL10, Interferon-Gamma, VEGF und TGF-Beta, welche
substantiell den Heilungsprozess von Sehnen begleiten (healing response) und zu der
Wechselwirkung von Inflammation, oxydativem Stress und Apoptose beitragen. Diese
molekularen Abläufe werden initiiert durch äußere
Einflüsse wie Mikrotraumata, Überbelastung oder auch Entlastung. So
bewirkt zyklischer Stress eine VEGF-Überexpression in den Tenozyten und
dagegen fehlender mechanischer Reiz wiederum einen unphysiologischen Anstieg von
Interleukin 1-Beta und TNF-Alpha. Im Zusammenhang mit den Erkenntnissen aus der
Mechanotransduktion wissen wir, dass eine physiologische Belastung für die
muskuloskeletale Homöostase unverzichtbar ist und im Bereich der Sehnen und
Ligamente gewissermaßen ein Feintuning der extrazellulären Matrix
durch die Stromazellen bewirkt. Stammzellen der Sehnen reagieren auf mechanische
Einflüsse sehr empfindlich. In vitro Dehnungsversuche am Sehnengewebe
zeigten das eine geringe Dehnungsamplitude für eine Differenzierung der
pluripotenten Stammzellen in Tenozyten verantwortlich war, während eine
Stresserhöhung bereits um weniger als 8% das Differenzierungsmuster
von Markergenen für die Genese von Adipozyten, Chondrozyten und Osteozyten
hochregulierte mit hieran assoziierter mukoider Transformation und
Gewebekalzifikation. Nicht gesichert ist, ob sich diese Pathomechanismen zwischen
insertionaler und nicht insertionaler Tendinopathie unterscheiden. Die Oxygenierung
der Tenozyten im Zusammenhang mit Überlastungen und Mikrotraumata,
muskulären Verkürzungen, Stellungsänderungen,
Stoffwechselstörungen und Übergewicht scheinen über eine
Hypoxie-induzierte Freisetzung freier Radikale ein wesentlicher immunogenetischen
Treiber für die schädlichen Strukturveränderungen der
extrazellulären Matrix zu sein [14]
[15].
Auch ohne Traumata kann ein intensives, repetitives Training Mikrorupturen der Sehnen
induzieren, welche im Zusammenhang mit den oben beschriebenen molekularen
Mechanismen (DAMP: Damage-Associated-Molecular-Patterns) zu einer gestörten
und/oder prolongierten Sehnenreparatur führen können (failed
healing response). Hierfür werden katabole Signalwege mit
Überexpression von Zytokinen, unbalanciertem Matrixmetalloproteinase-Profil,
bei welchem auch gestörte transkriptionale Wege eine Rolle zu spielen
scheinen (Nuklearfaktor Kappa Beta (NF-kB)), verantwortlich gemacht. Auf
transkriptioneller Ebene haben Micro Array Analysen von tendinopathischem Gewebe
individuelle genetische Unterschiede für den einzelnen Sehnenstoffwechsel
finden können, der möglicherweise eine Prädisposition in
Richtung chronische Inflammation und damit Entwicklung einer Tendinopathie
erklärt. Hierfür konnten CD68 für Makrophagen und CE3
für T-Zellen als genetisch kodierte Immunzellen ausgemacht werden, die dann
wiederum transkriptorisch NF-Kappa-Beta als proinflammatorisch wirksam Stimulator
besonders triggern können [16].
Das klinisches Substrat solch gestörter Umbauvorgänge kann
über hochauflösende Ultraschall-untersuchungen und im MRT
dargestellt werden. Ödeme und eine Hypervaskularität der Sehne
wären beispielsweise typische Charakteristika, denn chronische
Sehnenläsionen zeigen häufig eine erhöhte
Vaskularität und Zellularität im Zusammenhang mit den beschriebenen
pathologischen angiofibroblastischen Reaktionen.
Hypothesen zur Ätiologie der Tendinopathie
-
Hypoxie
-
Ischämischer Schaden
-
Oxydativer Stress
-
Hyperthermie
-
Unbalancierte Apoptose
Eine rechtzeitige Diagnostik ist Voraussetzung, um zu verhindern, dass aus der akuten
noch physiologischen Entzündungsphase eine chronische Inflammation wird, die
letztendlich das Krankheitsbild der Tendinopathie ausmacht. Inwieweit hier
mechanischer Stress und Hypoxie prädisponierende Faktoren für die
Chronizität darstellen und wie eine therapeutische Intervention aussehen
könnte, ist derzeit noch nicht ausreichend erforscht.
In diesem Zusammenhang ist auch das begrenzte Sehnenheilungspotential zu sehen mit
einer zweifelsohne erhöhten Re-Rupturrate.
Die Sehnenheilung ([Abb. 2])
Abb. 2 Graphische Darstellung der verschiedenen Phasen einer
Sehnenheilung. Die Abbildung verdeutlicht die durch äußere
Stimuli leicht beeinflussbaren immunologischen Abläufe für
den Reparaturverlauf und die Qualität der Narbe. Vascular
Endothelial Growth Factor (VEGF), Platelet-derived growth factor (PDGF)
,Transforming Growth Factor beta (TGF-β).
Diese lässt sich in 3 sich überlappende Phasen einteilen [5]:
-
Initiale inflammatorische Phase (erste 24 Stunden bis zu 7 Tagen)
-
Proliferative Phase (2.-42. Tag)
-
Remodulierungsphase: Konsolidierungsphase, Reifephase (Beginn 6–8
Wochen nach der Ruptur, Dauer bis zu 2 Jahren)
Rheumatoide Arthritis (RA), Spondyloarthropathie (SpA), Psoriasisarthritis
(PsA)
Rheumatoide Arthritis (RA), Spondyloarthropathie (SpA), Psoriasisarthritis
(PsA)
Die Komposition der Sehnenscheide ist ähnlich aufgebaut wie jene der Synovia
im Bereich der Gelenke, sodass die Entzündungsintensität und
–qualität im Rahmen einer RA für Gelenk und Sehne
vergleichbar sind. Histologisch zeigt auch die Tenosynovialitis eine Verbreiterung
der Deckzellschicht, eine mäßiggradige Zelldichte des synovialen
Stromas sowie hochgradige leukozytäre entzündliche Infiltrate mit
Ausbildung sekundärer lymphatischer Follikel beziehungsweise konfluierender
plasmazellreicher entzündlicher Infiltrate. Auch können im
tendinösen Gewebe sogenannte rheumatoide Granulome (Nekrosen) gefunden
werden. Solche Veränderungen lassen sich bei den degenerativen
Tendinopathien nicht nachweisen. Auch wenn die dort zugrundeliegende chronische
Inflammation durchaus ein ähnliches proinflammatorisches Zykotinprofil
aufweist. Folgerichtig konnten die bei RA wirksamen Immunmodulatoren, wie
Methotrexat oder TNF-alpha-Blocker, an Mausmodellen mit degenerativen Tendinopathien
keine Wirksamkeit erzielen [17]
[18]
[19].
Während bei der SpA und PsA das Entzündungsgeschehen sich
hauptsächlich enthesial abspielt weist die Rheumatoide Arthritis eher ein
synoviales Befallsmuster im Sehnenverlauf auf. Letzterer bedarf keines mechanischen
Stresses als Co-Aktivator, um das Sehnengewebe zu zerstören. Der Verlauf ist
häufig schleichend, sodass sich peritendinöse Adhäsionen
bilden können und das Peritendineum intakt bleibt. Damit erklärt
sich, warum derlei Rupturverläufe oftmals unbemerkt und schmerzlos bleiben
bis ein relevanter Funktionsausfall und eine sekundäre Instabilität
der Fußgelenke eintritt. Dieser Mechanismus findet sich bei den
Rheumapatienten häufig im Bereich der Tibialis posterior-Sehne, welche
für den Patienten dann erst nach Etablierung eines erheblichen
Knick-Plattfußes auffällig wird [20]
[21]. Die Enthesitis dagegen ist
eine Domäne für die HLAB-27-assoziierten rheumatischen Erkrankungen
wie SpA oder PsA, bei denen sich zeigt, dass für die Persistenz und
Chronizität wahrscheinlich eine bestimmte genetische
Prädisposition in Kombination mit einer T-Zell-Aktivierung entscheidend
ist.
Die klassische Arthritis assoziierte Enthesitis
Die klassische Arthritis assoziierte Enthesitis
Die Enthesitis kann auch bei juvenilen Erkrankungsformen oftmals als wesentliches und
frühes Symptom einer SpA oder Psoriasisarthritis (PsA) diagnostiziert werden
[22]. Diese manifestiert sich als
Entzündung an der fibrokartilaginären oder fibroossären
Insertion von Sehnen und Bändern und kann damit sowohl das periphere
(bevorzugt Achillessehne und Plantarfaszie) als auch axiale Skelett befallen. Im
Bereich der Wirbelsäule manifestieren sich akute Entzündungen an den
Apophysen, den Randkantenleisten der Wirbelkörpervorder- und Hinterkanten.
Dort ist der Anulus fibrosus über Faserknorpel mit den
Wirbelkörperleisten verbunden („Enthesenorgan“). Typisch
für eine Enthesitis ist das Nebeneinander von Osteodestruktion und
Osteoproliferation Leidensdruck und Krankheitsaktivität sind bei den
Betroffenen meist sehr hoch. Bei nahezu 2/3 aller SpA Patienten, bei welchen
eine TNF-alpha Therapie etabliert werden musste, waren Enthesitiden ein
Hauptmerkmal. Die im MRT gut darstellbare subchondrale Knochenmarkentzündung
ähnelt sehr der Osteitis am Achsenskelett. Pathophysiologisch spielen die
enthesal ortsständigen Interleukin(IL)-23-Rezeptor-positiven
γ/δ-T-Zellen eine wesentliche Rolle indem diese
durch Freisetzung von proinflammatorischen Mediatoren, wie TNF-α,
IL17A und IL23 den Prozeß der Enthesitis verstärken [23]. Interessant ist, dass auch im
arthritischen Kontext sich nur dann eine Enthesitis entwickelt, wenn mechanischer
Stress auf diesen Bereich einwirkt. Kollagen- oder Zytokinbasierte Enthesitismodelle
an Mäusen zeigten eindrucksvoll, dass jene Mäuse, deren
Hinterläufe „hochgebunden“ und damit belastungsnaiv blieben,
dort keine Entzündung entwickelten. In diesem Zusammenhang ist auch die
Begrifflichkeit der „Mechano-Inflammation“ entstanden. Bei der RA
handelt es sich dagegen um eine primär synoviale Erkrankung, meist ohne
Beteiligung der Enthesen; die IL-23/Th17-Achse ist nur in den frühen
Stadien der Erkrankung von Bedeutung. Die RA ist enthesal mehr durch eine
Zerstörung von Knochen (Erosion) dominiert.
Die Therapie der arthritis-assoziierten Enthesitis erfolgt konservativ. Neben
symptomatischen, physikalischen Massnahmen mit guter Evidenz für die
extrakorporale Stosswellentherapie der Plantarfasciitis spielen die Biologika eine
wichtige Rolle [22]. Komplette Remissionen von
knapp 50% über einen Zeitraum von 12 Monaten im Zusammenhang einer
TNF alphaTherapie der ax SpA werden berichtet. Allerdings sprechen die Enthesen im
Fussbereich deutlich schlechter als im Bereich der Wirbelsäule an. Es gibt
allerdings nur wenige Therapiestudien mit Biologika, bei denen die Enthesitis das
primäre Therapieziel ist. Die Daten zeigen aber, dass die Enthesitis gut auf
eine Therapie mit TNF-Blockern und IL 17-Inhibitoren anspricht. Nicht für
die axSpA aber in Bezug auf die PsA ist auch eine IL 23-Blockade erfolgreich. Dabei
erwies sich der IL 23-Inhibitor Ustekinumab dem TNF alpha Blocker Adalimumab in
Bezug auf die therapeutische Wirkung für die Enthesitis als
überlegen. Ein unterschiedlicher Effekt auf die Entzündung mit
besserer Wirksamkeit in den peripheren Enthesen als am Achsenskelett könnte
evtl. über die oft zusätzlich vorliegende
Weichteilentzündung an den Extremitäten erklärt werden.
Prinzipien der Sehnennaht
Prinzipien der Sehnennaht
Eine Rheumaerkrankung mit entzündlicher Aktivität erlaubt dem
Rheumaorthopäden sehnenchirurgisch zumeist nicht den Erhalt des Paratenon
oder der Tenosynovia. Damit entfällt fakultativ ein wichtiger Faktor
für die Substratversorgung über das Sehnengleitgewebe und damit
für eine verlässliche Sehnenheilung. Umso mehr ist es in solchen
Fällen von Bedeutung Nahttechniken zu verwenden, welche die Durchblutung des
Intratendineum nicht zusätzlich diskriminieren. Die gegenläufige
Durchflechtungsnaht nach Bunnell stört die Sehnendurchblutung mehr als die
Kirchmeyer- Kessler Naht, sodass wir letztere bei der End-zu End Naht bevorzugen.
Auch augmentieren wir eine inflammatorisch geschädigte Sehne nach
Möglichkeit (z. B. Plantarisdurchflechtung bei Nähten der
Achillessehne, s. u.). Vergleichende Studien zur Re-Rupturrate degenerativer versus
entzündlicher Sehnenrupturen sind dem Autor nicht bekannt. Häufiger
handchirugisch als im Fussbereich - dort am ehesten für die Versorgung einer
Defektruptur der M. peronaeus longus Sehne - sind motorische Ersatzoperationen
notwendig. Zur Verbindung der transponierten Sehnenenden gehört die
Durchflechtungsnaht nach Pulvertaft zum Standard. Nachteilig ist die
Gleitstörung infolge der auftragenden Dicke [24]. Als Alternative verwenden wir eine in der Handchirurgie etablierte
Technik der solitären Durchflechtung in der Mitte der
Sehenüberlappung mit hochfesten Fäden (Fiberloop), ([Abb. 3a, b]).
Abb. 3
a und b: Nach Hanebuth modif. Seit-zu-Seit Nahttechnik von
Friden mit einer mittigen Durchflechtung (basierend auf Daten aus [24]).
Pathologien der Achillessehnen
Pathologien der Achillessehnen
Akute Rupturen der Achillessehne sind in der Rheumachirurgie eher seltene Ereignisse.
Viel häufiger entwickeln sich wenig schmerzhafte, oft unbemerkte
schleichende Rupturen. Ursächlich hierfür ist der Umstand, dass sich
durch das Entzündungssgeschehen erheblich Adhäsionen entwickeln,
welche eine Art Ersatzfunktion ermöglichen und der Betroffene keinen akuten
Funktionsausfall bemerkt. Sehnenchirurgisch ergibt sich die Möglichkeit
einer präventiven Tenosynovialektomie nicht, denn die Achillessehne ist von
keiner Sehnenscheide umgeben. Die infiltrative Entzündung kann aber das
Peritendineum schwächen und auch subkutane Rheumaknoten schädigen
das Sehnengewebe. Deshalb empfiehlt sich deren frühzeitige Exzision. Die
Kombination aus degenerativem und entzündlichem Strukturschaden des
Sehengewebes läßt zumeist keine primäre Naht mehr zu.
Andernfalls wenden wir zur primären Rekonstruktion die Grundprinzipien der
Sehnennahttechniken an, wobei wir zusätzlich immer eine Rahmennaht legen und
im Zweifel auch eine Durchflechtung mit der Plantarissehne anstreben [25]. Dabei resezieren wir ein
entzündetes Paratenon. Ansonsten erfolgt In Abhängigkeit von der
Defektstrecke eine VY-Plastik oder Umkippplastik. Langstreckige Defekte
(>5 cm, Typ Myerson III) rekonstruieren wir durch einen Transfer des
Musculus flexor hallucis longus [26].
Hierfür setzen wir die Flexorensehne bei der Operation in Bauchlage
über einen plantaren Zugang ab und haben so genug Strecke um das Augment
transossär durch den Kalkaneus führen zu können um dieses
mit sich selbst zu vernähen. Der Flexorenmuskel kommt dann als gut
durchbluteter Muskellappen im Achillessehnenlager zu liegen. ([Abb. 4a–c]). Bei langstreckigen
Achillessehnendefekten oder Re-Rupturen degenerativer Genese verwenden wir dagegen
eine Biotenodeseschraube zur Transplantatfixation. Damit sparen wir
Transplantatlänge und kommen deshalb mit einem alleinigen
paratendinösen dorsalen Zugang aus. Aufgrund der vermuteten
überwiegend extrinsischen Sehnenheilung degenerative Achillessehnenrupturen
sollte im Gegensatz zur rheumaorthopädischen Vorgehensweise das Paratenon
unbedingt erhalten werden. Bei der Versorgung frischer traumatischer Rupturen ist zu
bedenken, dass sich je nach Rupturalter, im Vergleich zu gesundem Sehnengewebe, ganz
unterschiedliche Expressionsmuster der Matrixproteine und Kollagene finden. So
scheint eine unmittelbare Naht innerhalb der ersten 48 Stunden, ähnlich wie
eine zu späte Versorgung, eher einen ungünstigen Einfluss auf den
Sehnenheilungsverlauf zu nehmen [27]. Auch die
Nachbehandlung unterscheidet sich von der in der Rheuma-Orthopädie und kann
wesentlich frühfunktioneller erfolgen um sich an den Prinzipien der
Mechanotransduktion i. S. einer raschen Kollagenfasermodulation orientieren zu
können. Abzuwarten bleibt, ob es gelingt durch regenerative Ansätze
den Prozess der Sehnenheilung nachhaltiger konditionieren zu können.
Verschiedene imprägnierte Scaffolds (z. B. Hyaluronen-Chitosan), 3D
Oberflächen und der Synergismus mit nanotechnologischen Methoden versprechen
zukünftig Verbesserungen [28].
Abb. 4
a–c: 73. jähriger RA Patient mit chronischer
Achillesehnendefektruptur>5 cm (4a), distales Absetzen der
Flexor hallucis longus Sehne direkt am Chiasma tendineum plantare (Henry
Knoten) über einen plantaren Hilfsschnitt (4b), Endergebniss mit
guter Defektüberbrückung durch den FHL Muskel, der
transcalcaneale FHL Sehnendurchzug ist bereits durchgeführt
(4c).
Tibialis posterior Sehne
Im Bereich des Fußes ist die Posticussehne am häufigsten
entzündlich mitbeteiligt. Die mechanische Auswirkung ist vergleichbar mit
jener von degenerativen Sehnenerkrankung und führt zur Entkopplung zwischen
Rück- und Mittelfuß bis hin zur Entwicklung eines rigiden
Knick-Plattfußes mit Fersenvalgus und Verkürzung von Wadenmuskulatur
beziehungsweise Achillessehne [29]. In beiden
Fällen können auch langstreckige Rupturen bestehen. Eine alleinige
Sehnennaht ist nicht erfolgsversprechend, weil die notwendige intrinsische
Stabilität und der erforderliche Sehnenhub durch eine
ausschließliche Naht nicht wiederherstellbar ist. Für die Chirurgie
des flexiblen Knick-Plattfußes lässt sich das Fersenvalgus durch
eine medialisierende Kalkaneusosteotomie behandeln und bei gut remissionsinduktiv
kontrollierten Rheumapatienten kann vergleichbar zu degenerativen Erkrankungen eine
elongierte Tibialis posterior-Sehne gelenkerhaltend durch eine Augmentation der
Flexor digitum longus-Sehne mit Reposition des Talonaviculargelenkes sowie
fakultativ Rekonstruktion des Ligamentum calcaneo-navikulare (Spring Ligament) mit
oder ohne Achillessehnenverlängerung angegangen werden. Ist die
Rückfußvalgität nur gering ausgeprägt, verzichten
wir auf eine Kalkaneusverschiebung und sichern das weichteilige Korrekturergebnis
durch das Einbringens einer Kalkaneus-Stopschraube ([Abb. 5a–d]), welches sich als
kinderorthopädisches Verfahren bewährt hat. Gleichzeitig entlasten
wir mit dieser Maßnahme die medialen Weichteile [30].
Abb. 5
a–d: Postentzündlicher, juveniler Pes plano
valgus ohne Gelenkdestruktion. Gute Korrektur der talo-navicularen Dysmetrie
durch Augmentation der insuffizienten Tibialis posterior Sehne mit
Augmentation durch transossär am Os naviculare transferierte Flexor
digitorum longus Sehne und Rückfusskorrektur mit Pro-Stop Arthrorise
Schraube in der ap Ebene prä/postop (5a, b) und in der seitlichen
Projektion (5c, d).
Im Unterschied zur degenerativen Tibialis posterior Dysfunktion (TPD) stellen wir bei
den RA-Patienten die Indikation zur korrigierenden Arthrodese des
Talonaviculargelenkes allerdings großzügiger und auch bereits in
Fällen ohne wesentliche Rigidität und in Abwesenheit einer
postarthritische Arthrose, wenn bereits eine erhebliche talare Dysmetrie vorliegt (
„talar head uncovering“ > 50%). Der Vorteil
der TN Fusion besteht in einem verlässlich hohem Korrekturpotential der
Vorfussabduktion. Die Rate an Pseudarthrose liegt mit 3–5%
vergleichbar mit denen von Osteoarthrosepatienten. Bereits kontrakte Fehlstellungen
können natürlich nicht durch weichteilige Operationen behoben
werden. Die Kombination aus Arthritis und Tenosynovialitis der Rheumaerkrankten
führt allerdings häufiger zu ausgeprägteren und kontrakten
Pes planovalgus-Fehlstellungen, die sich dann nur über eine
Double-Arthrodese talokalkaneal und talonavicular rheumachirurgisch angehen lassen.
Die guten Fusionsraten haben uns veranlasst immer seltener auch noch das
calcaneocuboidale Gelenk zu fusionieren (Triple Arthrodese).
Tibialis anterior Sehne
Ein Funktionsausfall dieser Sehne führt zu einem platschenden Gangbild durch
Ausfall der Fußhebung und Supination [31]. Das häufig multiartikuläre Befallsmuster der
RA-Patienten mit Einschränkung, auch der ipsilateralen Knie- und
Hüftbeweglichkeit lässt uns dann häufiger einen operativen
Rekonstruktions- und gegebenenfalls Augmentationseingriff indizieren als beim nicht
entzündlich Erkrankten. Die direkte Rekonstruktion der Anticussehne ist
aufgrund der Destruktion und Retraktion der Sehnenenden häufig nicht
möglich. Defekte<5 cm versuchen wir mit einer Umkehrplastik
zu adressieren. Bei RA-Patienten mit Defekten von>5 cm verwenden wir
die Extensor hallucis longus Sehne als Ersatzplastik.
Vorfußchirurgie
In enger Zusammenarbeit mit unseren internistisch rheumatologischen Kollegen sehen
wir in unserem Rheumazentrum inzwischen ein Patientenkollektiv, deren
Entzündungsgeschehen sich mehrheitlich gut kontrolliert oder zumindest in
Teilremission befindet. Aus diesem Grunde nähert sich die
Rheumaorthopädie sehr den operativen Prinzipien der Fußchirurgie an
[32]. Der Gelenkerhalt, insbesondere der
Zehengrundgelenke, steht im Vordergrund. So führen wir neben
arthroplastischen Maßnahmen auch eine umfängliche begleitende
Sehnenchirurgie durch. Hierzu zählen die Z-förmigen
Verlängerungen der Strecksehnen, die Korrektur des Digitus quintus varus
durch eine Tenodese der proximal abgesetzten Strecksehne (Lapidus) und auch der
Transfer der Flexor digitorum longus-Sehne auf die Strecksehnenaponeurose zur
Therapie der flexiblen Zehendeformität fakultativ in Kombination mit
gelenkerhaltenen Arthroplastiken an den Zehengrundgelenken.
Allgemeine Empfehlungen
Operationen im Bereich der Endstrombahn des Fußes sind bei Rheumapatienten
grundsätzlich mit einem erhöhten Komplikationspotential verbunden.
Unter TNF-alpha Blockade ist insbesondere die Wundheilung prolongiert. Aus diesem
Grunde verschließen wir die Haut häufig mit Klammern, welche wir
dann auch gut 3 Wochen belassen können. Zudem sollte die Zeit der Blutsperre
auf das notwendigste begrenzt bleiben.
Bei Patienten, die auf Glukokortikoide angewiesen sind, sollte die Dosis so weit wie
möglich gesenkt werden, denn die Steroiddosis ist der entscheidende Faktor
für das Infektionsrisiko. Bei schwierig einzustellenden Patienten
überwiegt die Sorge vor einer Schubsymptomatik gegenüber der Gefahr
einer perioperativen Komplikation. In diesen Fällen entscheiden wir
individuell das Biologikum perioperativ fortzuführen, welches allerdings
eine engmaschige postoperative Kontrolle voraussetzt. TNF-Blocker unterbrechen wir
innerhalb eines Administrationsintervalles. Aufgrund der neuen Studienergebnisse
raten wir in Übereinstimmung mit den amerikanischen Empfehlungen zu einer
Pause von einem statt bisher zwei Dosierungsintervallen [33]. Zu beachten ist aber, dass für
einige DMARD die immunologischen Effekte über den Abfall der
Wirkstoffspiegel hinaus anhalten. Dieses gilt beispielsweise für
JAK-Inhibitoren und für Rituximab. Im Hinblick auf dessen Wirkeffekt einer
B-Lymphozytenblockade sollte deren Nadir in den ersten 3–4 Monaten nach
Infusion bei planbaren Eingriffen unbedingt abgewartet werden.
Januskinase-Inhibitoren werden 5 Tage vor dem Eingriff unterbrochen. Auf die
besondere Notwendigkeit einer Thromboseprophylaxe ist gerade in diesem Zusammenhang
zu achten.
Key points
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Immunpathologische Mechanismen sind sowohl bei degenerativen, als auch
rheumatologischen Sehnenerkrankungen wesentlich für den Verlauf
verantwortlich
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Ein wachsendes Verständniss für die Sehnenbiologie liefert
die Grundlage für mögliche therapeutische Ansätze (
strukturmodifizierende Medikamente, Scaffolds, Wachstumsfaktoren,
Gentransfer)
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Die Gesetzmäßigkeiten der Mechanotransduktion beeinflussen
den Stoffwechsel und die Homöostase des Sehnengewebes
entscheidend
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Die Enthesitis im Rahmen HLA-B 27 assoziierter entzündlicher
Erkrankungen ist Domäne der konservativen Therapie und spricht
zumeist auf Biologika an
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Das rheumachirurgische Vorgehen bei RA Patienten in Remission unterscheidet
sich nicht von den Prinzipien der orthopädischen Fusschirurgie
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Sehnenrupturen der RA Patienten im Fussbereich verlaufen zumeist schleichend,
chronisch und erfordern aufgrund der Defektsituation vom
orthopädischen Rheumatologen profunde Kentnisse für
augmentative oder Sehnenersatz - Techniken