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DOI: 10.1055/a-1918-8114
Mukoviszidose: Genetik, Diagnostik und CFTR-Modulatoren


Die Mukoviszidose ist eine generalisierte Systemerkrankung der exokrinen Drüsen. Betroffen sind in erster Linie Atemwege, Leber, Gallenwege, Intestinal- und Reproduktionstrakt. Unbehandelt versterben die meisten Patienten in den ersten Lebensjahren. Dieser Beitrag informiert über die aktuellen Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Management der Mukoviszidose seit Einführung des Neugeborenen-Screenings und der Triple-CFTR-Modulator-Therapie.
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Die Mukoviszidose (Cystic Fibrosis, CF) ist eine generalisierte Systemerkrankung der exokrinen Drüsen, von der in erster Linie die Atemwege, Leber, Gallenwege sowie der Intestinal- und Reproduktionstrakt betroffen sind.
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Unbehandelt versterben die meisten CF-Patienten im Säuglings- und Kleinkindalter. Dank der symptomorientierten Therapieprogramme liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit aktuell bei 57 Jahren.
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Seit Einführung der Triple-Kombinationstherapie mit den CFTR-Modulatoren Elexacaftor, Tezacaftor und Ivacaftor ist zu hoffen, dass die jetzt geborenen CF Patienten eine altersnormale Lebenserwartung haben werden.
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Die autosomal-rezessiv vererbte Mukoviszidose wird durch Mutationen im CFTR-Gen ausgelöst. Die bei der Mutationsanalyse identifizierten Sequenzvarianten im CFTR-Gen werden in 3 Kategorien eingeordnet:
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A: keine CF-auslösende Mutation in Anwesenheit einer zweiten CF-auslösenden Mutation
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B: CF-auslösende Mutation in Anwesenheit einer zweiten CF-auslösenden Mutation
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C: Sequenzvariante mit variabler Ausprägung der CFTR-Funktion und von Patient zu Patient variierendem Krankheitswert auch in Anwesenheit einer zweiten CF-auslösenden Mutation
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Im Fall der Kategorie C muss die diagnostische Entscheidung von klinischer Symptomatik und Befunden der CFTR-Funktionstests abhängig gemacht werden. Die Information in den Datenbanken CFTR2 und CFTR France hilft dem Arzt zu entscheiden, ob ein Mutationsgenotyp krankheitsauslösend ist oder nicht.
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CFTR-Funktionstests (NPD, ICM, Schweißtest, Schweißsekretionstest) werden durchgeführt im Rahmen der Diagnostik bei Verdacht auf Mukoviszidose oder CFTR-assoziierte Erkrankung, zur Prüfung des Ansprechens des Basisdefekts auf Behandlung mit CFTR-Modulatoren und zur Verlaufskontrolle der CFTR-Modulator-Therapie.
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Das Neugeborenen-Screening identifiziert über 90% der Neugeborenen mit CF, hat aber gleichzeitig Herausforderungen für Diagnostik und Management geschaffen, wie in Zukunft die symptomarmen CF-Patienten mit falsch negativem Screening-Ergebnis zu identifizieren sind, und wie mit der Gruppe der Screening-positiven CFSPID-Kinder umzugehen ist.
Schlüsselwörter
CFSPID - CFTR - CFTR-assoziierte Erkrankung - CFTR-RD - CFTR-Modulator - Elexacaftor - Ivacaftor - Lumacaftor - Mukoviszidose - Schweißsekretionstest - TezacaftorPublication History
Article published online:
18 December 2023
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