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DOI: 10.1055/a-1995-6853
Nachlese Kongress Hannover
In diesem Jahr kann die diesjährige Kongressnachlese nicht ganz unparteiisch gestaltet werden – ich war selbst die Kongresspräsidentin ([Abb. 1]).


Vom 28.09.2022–01.10.2022 fand die 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie in Hannover unter dem Motto „CHOOSING WISELY GEMEINSAM KLUG ENTSCHEIDEN – IN DER PHLEBOLOGIE“ statt.
Mit fast 1000 Teilnehmern (in Präsenz und per Livestream), 130 Teilnehmern am Crashkurs und Update Phlebologie schon am Vor-Kongresstag, ausgebuchten Hands-on-Workshops ([Abb. 2]), einem rappelvollen Weiterbildungsforum und sehr gut besuchten Firmensymposien war die Jahrestagung eine rundum gelungene Veranstaltung.


Mit dem Crashkurs und dem Phlebo-Update, einem Start-up-Workshop für Studenten und Jungphlebologen, ging es bereits am Mittwoch los, und der aktuelle Wissensstand der Phlebologie wurde präsentiert und diskutiert.
Schon diese Auftaktveranstaltung zeigte sehr klar, wie sich die „Deutsche Phlebologie“ sowohl wissenschaftlich als auch strukturell verändert hat. Viele junge und eine bunte Schar auch internationaler Kolleginnen und Kollegen besuchten die Jahrestagung, ein schönes Zeichen dafür, dass sowohl die Nachwuchsarbeit als auch die Internationalisierungsbemühungen Früchte tragen.
Das in der Vergangenheit bewährte Konzept des „aktiven wissenschaftlichen Beirats“ hat auch in Hannover Früchte getragen. Durch die Organisation einzelner wissenschaftlicher Sitzungen in den jeweiligen Spezialgebieten der Vorsitzenden konnte ein breit gefächertes Programm gestaltet werden. Besonderen Wert haben wir auf einen kontinuierlichen internationalen Strang gelegt, der es auch im Ausland lebenden Kollegen erlaubte, an unserer Tagung teilzunehmen. Die Sitzungen boten einerseits Kurzreferate, die die Diskussionen herausforderten, andererseits wurden Grundsatzreferate präsentiert, die den wissenschaftlich aktuellen Status quo eines Themas vorstellten.
Prof. Marianne de Maeseneer wurde im Rahmen der Ratschow-Sitzung die „Max-Ratschow- Medaille“ verliehen ([Abb. 3]). Die Ratschow-Gedächtnismedaille wird im Jahresrhythmus seit 1969 vom CURATORIUM ANGIOLOGIAE INTERNATIONALIS an besonders verdiente wissenschaftliche Persönlichkeiten aus dem Bereich Gefäßmedizin und diese tangierenden Disziplinen verliehen.


Das Weiterbildungsforum am Donnerstag war gut besucht und bot den „jungen Phlebologen“ die Möglichkeit, einen ersten Einblick in phlebologische Diagnostik und Therapie zu erhalten. Ebenso bot die hervorragend besuchte ICW-Rezertifizierungsveranstaltung (Update Wundmanagement) den Teilnehmern aus der Pflege Gelegenheit zu fachlichem Austausch.
An allen 3 Kongresstagen fanden die „Ask the Experts“-Sitzungen früh um 8 Uhr guten Anklang. Die Möglichkeit, Experten zu allen Themen, die Phlebologen in der Praxis beschäftigen, persönlich zu befragen und vor allem über eigene Erfahrungen und Fälle zu diskutieren, wurde gut angenommen.
Darüber hinaus wurde den täglichen Problemen des Praxisalltags reichlich Platz eingeräumt, bot doch das Kongressthema „Choosing Wisely“ eine ideale Plattform, um miteinander zu diskutieren. Dies geschah nicht nur in den einzelnen Fachbereichen Sklerotherapie, endoluminale Therapie, Lymphtherapie oder Lipödem, sondern besonders auch in der Sitzung „Der interessante Fall“, wo Situationen aus dem Praxis- und Klinikalltag geschildert und ausführlich diskutiert wurden.
Dies sind nur kleine Eindrücke der 64. Jahrestagung. Ich hatte viel Freude bei der Vorbereitung der Tagung. Das Gefühl vor Ort war durchweg positiv, die Anwesenden scheinen die Tagung genossen zu haben. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Die teilnehmenden ausländischen Kollegen bescheinigten uns einen Kongress, der in Bezug auf Vielfalt, Diskussion, Aktualität und Praxisnähe seinesgleichen sucht. Das ist sicher nicht allein der Verdienst des Tagungspräsidenten, sondern beruht auf der Struktur unserer Tagung, die wir über viele Jahre aufgebaut haben. Also möchte ich dieses Lob an alle – den Vorstand, den wissenschaftlichen Beirat, die Sitzungsvorsitzenden, die Teilnehmer und an die Gesellschaft an sich – weitergeben.
Eine besondere Freude war es für mich, dass in Hannover die Verschmelzung DGP – DGL zur DGPL (ab Januar 2023) beschlossen wurde. Ich danke den Mitgliedern der DGL für ihr Vertrauen und möchte schon jetzt ankündigen, dass ich Mitglied der neuen Sektion Lymphologie werden möchte. Wir haben dies am Festabend mit einer Hochzeitstorte zur Fusion/Heirat gefeiert ([Abb. 4]).


Zum Abschluss noch der herzliche Dank an alle, die zum Gelingen der 64. Jahrestagung der DGP beigetragen haben – an den wissenschaftlichen Beirat, die aktiven Referenten und Vorsitzenden, die unterstützende Industrie, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre, die Musiker des Rahmenprogramms ([Abb. 5]), die vielen hilfsbereiten und freundlichen Hostessen, die Technik, die Kongressorganisation und den zuarbeitenden Service.


Die nächste Jahrestagung findet 2023 in Duisburg statt. Vom 06.09.–09.09.2023 sind Prof. Bruno Geier, Dr. Meike Finkenrath und Dr. Dr. René Hägerling in der Mercatorhalle unsere Gastgeber – erstmals als Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie.
Publication History
Article published online:
10 February 2023
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