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DOI: 10.1055/a-2457-3014
Nutzung öffentlicher Qualitätsinformationen durch ältere Menschen: Können dadurch Qualitätsverbesserungen in Pflegeheimen erreicht werden?
Use of Public Reporting by Older People: Can it Contribute to Quality Improvements in Nursing Homes?- Zusammenfassung
- Abstract
- Einleitung
- Methodik
- Ergebnisse
- Diskussion
- Limitationen
- Fazit
- Autorenbeiträge
- Literatur
Zusammenfassung
Zielsetzung Die Zielsetzung der Studie bestand darin, die Nutzung öffentlicher Qualitätsberichterstattung durch ältere Pflegeheimsuchende zu beurteilen und zu klären, ob diese mittels ihres Auswahlverhaltens zu Qualitätsverbesserungen in Pflegeheimen beitragen können.
Methodik Es fand eine schriftliche Befragung von 57 älteren Menschen in 3 Pflegeheimen in Baden-Württemberg statt. Die Fragen bezogen sich auf Soziodemografie, die Kenntnis und Nutzung von Informationen von Internetvergleichsportalen sowie auf das Auswahlverhalten der Teilnehmenden.
Ergebnisse Insgesamt wussten 66,7% der Teilnehmenden nicht, dass man sich online über Qualität informieren kann, 57,9% würden solchen Informationen nicht trauen und 21,1% würden ihre Entscheidung auf Basis von Internetinformationen überdenken.
Schlussfolgerung Ältere Menschen alleine nutzen die Qualitätsinformationen nicht. Das Ziel einer Qualitätsverbesserung kann damit nicht erreicht werden. Sensibilisierung weiterer Zielgruppen für die Vorteile der Qualitätsberichterstattung und die Wichtigkeit einer gemeinsamen Pflegeheimsuche ist notwendig.
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Abstract
AimThe aim of the study was the assessment of older people’s use of public reporting and clarification of whether this can contribute to quality improvements in nursing homes.
Method A paper-based survey of 57 residents of three nursing homes in the state of Baden-Wuerttemberg, Germany was conducted. Data collection included socio demographic information, the knowledge and use of information on comparison portals, and the selection behavior of participants.
Results In total, 66.7% of participants did not know that there is online information on quality, 57.9% would not trust such information, and 21.1% would re-evaluate their decision based on online information.
Conclusion Older people alone do not use public reporting. Thus, the goal of quality improvement cannot be achieved. Further efforts are required to educate various stakeholder groups on the benefits of public reporting and the importance of joint selection of nursing homes.
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Schlüsselwörter
Öffentliche Qualitätsberichterstattung - Gesundheitsdienstleistungen - Qualitätsverbesserungen - Pflegeheime - BewohnerbefragungKeywords
public reporting - health services - quality improvement - nursing homes - residents surveyEinleitung
In den letzten Jahren wurden mit der Einführung der neuen Qualitätsdarstellungsvereinbarung im Rahmen des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes [1] umfangreiche und kostspielige Anstrengungen unternommen, um die web-basierte Qualitätsberichterstattung über Pflegeheime verbraucherfreundlicher zu gestalten. Ältere Betroffene werden i.d.R. als die vorrangige Zielgruppe für diese Qualitätsberichterstattung angesehen [2]. Wählen sie darauf basierend vermehrt nur die besser bewerteten Pflegeheime, verlieren gemäß der Theorie nach Berwick und Kollegen die schlechter bewerteten durch dieses Auswahlverhalten ihren Marktanteil und sind motiviert, ihre Qualität zu verbessern [3]. Allerdings ist gleichzeitig bekannt, dass ältere Menschen geringe Gesundheitskompetenz aufweisen [4] und Schwierigkeiten haben, mit Qualitätsinformationen umzugehen [5]. Zu hinterfragen ist daher, ob sie eine geeignete Zielgruppe darstellen, um mittels der Nutzung von web-basierter öffentlicher Qualitätsberichterstattung den motivierenden Effekt auszulösen und somit zu Qualitätsverbesserungen beizutragen.
Hintergrund
Die Tradition, Qualitätsinformationen über die medizinischen Leistungserbringer im Internet zu veröffentlichen, stammt aus den Krankenhaussektoren der USA und des Vereinigten Königreichs [6]. Mit der Zeit folgten auch andere Länder diesem Beispiel und führten die Veröffentlichung von Qualitätsinformationen in verschiedenen Sektoren des Gesundheitssystems ein [7]. Deutschland führte die web-basierte öffentliche Qualitätsberichterstattung über Pflegeeinrichtungen mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz im Jahr 2008 ein [1]. Die damit geschaffene Transparenz soll den pflegeheimsuchenden älteren Menschen und ihren Vertretenden (z. B. Angehörigen, Ärztinnen und Ärzten, Betreuenden) helfen, das beste Pflegeheim zu wählen [2].
Darüber hinaus besagt die Theorie von Berwick und Kollegen, dass diese Selektion durch Betroffene zu höherer Qualität in Pflegeheimen führen kann. Dies geschieht dadurch, dass die schlechteren Anbieter durch den Verlust ihres Marktanteils unter Druck geraten, sich zu verbessern [3]. Damit dieser motivierende Effekt auf die Leistungserbringenden tatsächlich eintritt, setzt die Theorie die Berücksichtigung der öffentlichen Qualitätsberichterstattung durch die entsprechenden Zielgruppen bei ihrer Entscheidungsfindung voraus. Dafür müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Zum einen müssen die Betroffenen wissen, dass Qualitätsinformationen existieren; sie müssen diesen Informationen vertrauen, sie verstehen und sich von ihnen beeinflussen lassen [8]. Diese Aspekte können je nach Zielgruppe variieren und die Informationsnutzung beeinflussen [9].
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Forschungsstand
Einige Studien aus verschiedenen Settings weisen darauf hin, dass ältere Menschen bestimmte Informationen und Darstellungsformate schlechter verstehen als jüngere und dass die Qualität ihrer Entscheidung ebenfalls schlechter ist (z. B. [10] [11]). In der Vergangenheit konzentrierte sich daher eine Vielzahl internationaler Studien im pflegerischen Bereich auf die Erforschung davon, wie die web-basierte öffentliche Qualitätsberichterstattung für Betroffene verständlicher und leichter handhabbar gemacht werden kann, um die Nutzung von Qualitätsinformationen durch Betroffene zu erhöhen (z. B. [7] [10] [12] [13]). Im Zusammenhang mit den übrigen Bedingungen ist im englischsprachigen Raum aus wenigen Studien bekannt, dass Betroffene oft über die Existenz von Qualitätsinformationen nicht informiert sind und ein gewisses Misstrauen gegenüber den Datenquellen aufweisen [9] [14] [15], so dass der positive Effekt auf die Versorgungsqualität mittels Auswahlverhaltens ausbleibt [16].
Auch im deutschsprachigen Raum lag bisher der Fokus in der pflegerischen Forschung überwiegend auf dem Verständnis von Informationen und deren Darstellung (z. B. [2] [17]). Allerdings untersuchten nur wenige Studien, inwiefern Qualitätsinformationen bestimmten Zielgruppen (z. B. Allgemeinbevölkerung, Entlassmanagementpersonal aus Krankenhäusern) bekannt sind, ob sie ihnen vertrauen [18] [19] und sich von ihnen beeinflussen lassen [19]. Diese Aspekte sind bei der Weiterentwicklung der noch immer als nicht optimal [20] geltenden web-basierten Qualitätsberichterstattung von Bedeutung. Insbesondere die Ausrichtung an den Bedürfnissen älterer Betroffener ist aus bereits genannten Gründen zu hinterfragen.
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Zielsetzung
Die vorliegende Studie ermittelt, inwiefern ältere Betroffenen als Zielgruppe der web-basierten öffentlichen Qualitätsberichterstattung geeignet sind, zu einem positiven Effekt auf die Qualität in Pflegeheimen beizutragen. Dazu geht sie retrospektiv den Fragen über das Auswahlverhalten von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern und ihre Nutzung von Qualitätsinformationen nach.
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Methodik
Fragebogen
Es wurde ein Fragebogen entwickelt und in einem Pre-Test mit zehn Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern überprüft. Der finale Fragebogen enthielt 27 Fragen. Diese stützten sich neben logischen Überlegungen in Bezug auf die Zielsetzung auf andere deutsche Befragungen zur Qualitätsberichterstattung im Gesundheitswesen [21] sowie auf die Aspekte aus der US-amerikanischen Literatur, die eine theoretische Grundlage für eine effektive Qualitätsberichterstattung bilden (z. B. Einfluss, Vertrauen) [8].
Es wurden Alter und Geschlecht abgefragt sowie allgemeine Fragen gestellt (z. B. zum Gesundheitszustand und zur Verweildauer), um soziodemografische sowie Daten zum Hintergrund der Stichprobe zu erhalten. Zudem wurden Fragen zu Internetvergleichsportalen und der dort angebotenen Informationen gestellt, um die Kenntnis der älteren Menschen über sowie ihre Bewertung und Nutzung von Informationen aus dem Internet zu verstehen. Darüber hinaus wurden den Teilnehmenden im abschließenden Abschnitt hypothetische Fragen zum Verhalten bei Pflegeheimsuche gestellt. Zum Schluss wurden die Teilnehmenden gebeten, anderen Suchenden zu empfehlen, worauf diese bei der Entscheidungsfindung achten sollten.
Um die Belastung für die Teilnehmenden zu minimieren, wurden sowohl die Fragebogenabschnitte als auch die einzelnen Fragen in einer möglichst einfachen Form vorgestellt. So wurden überwiegend Ankreuzfragen mit Ja/Nein Antworten eingebaut. Wenn mehr Antwortalternativen sinnvoll waren, beschränkten sich diese auf max. 4. Informationen von Internetvergleichsportalen wurden in Anlehnung an die Vorarbeit von Kast und Kollegen [22] zusammengestellt und bezogen sich auf 8 gängige online zu findende Themen wie bspw. Personal, Kosten, Verpflegung. Auch gesetzliche Qualitätsindikatoren gehörten dazu und wurden den Teilnehmenden als Beispiele erläutert (z. B. Anzahl der Stürze im Heim). Diese Informationsbereiche waren auf einer 5-Punkte Likert-Skala (von „wichtig“ bis „unwichtig“) zu bewerten. Nur wenige Fragen erforderten Angaben in Form von Freitext (z. B. Altersangabe oder Empfehlung an andere Suchende).
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Zeit und Setting
Die finale Befragung fand im Dezember 2022 in drei Pflegeheimen in privater Trägerschaft in Baden-Württemberg statt. Dazu wurden die Bewohnerinnen und Bewohner mit einem schriftlichen Fragebogen ausgestattet, den sie selbst ausfüllen konnten. Für mögliche Rückfragen oder Probleme war ein Koautor als Testleiter vor Ort anwesend und das Pflegepersonal war stets in der Nähe.
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Population
Bei der Befragung in der vorliegenden Untersuchung sollten ältere Menschen im Fokus stehen, da sie die primäre Zielgruppe der Qualitätsberichterstattung darstellen [2]. Dabei war die Absicht u. a., den tatsächlichen Wissensstand zur und die tatsächliche Nutzung von Qualitätsberichterstattung durch Betroffene zu erfassen. Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner, die den Suchprozess bereits durchlaufen und ihre Entscheidung getroffen haben, stellen eine geeignete Stichprobe dar, um retrospektiv zu diesem Thema zu berichten. Da aus Literatur zu anderen Settings [23] das Problem bekannt ist, dass Menschen, die erst vor der Entscheidung stehen, von anderen Suchstrategien und Präferenzen berichten als die, bei denen die Entscheidung bereits gefallen ist, wurden die noch nicht in Pflegeheimen lebenden älteren Menschen ausgeschlossen.
In den drei Pflegeheimen lebten zu dem Befragungszeitpunkt 210 Bewohnerinnen und Bewohner. Allerdings konnten rund 60% aus gesundheitlichen Gründen (z. B. Demenz, Hör- oder Sehprobleme) nicht befragt werden. Um an der Befragung teilnehmen zu können, mussten die Bewohnerinnen und Bewohner in der Lage sein, den schriftlichen Fragebogen zu verstehen und diesen selbst zu beantworten. Die Eignung der Bewohnerinnen und Bewohner wurde durch die zuständige Pflegekraft festgestellt. Von den geeigneten Bewohnerinnen und Bewohnern lehnten rund 40% die Teilnahme an der Befragung ab. Gesundheitliche Gründe und generelle Ablehnung gehören zu den typischen Ausfallgründen bei Befragungen in Pflegeheimen [24]. So bestand die finale Stichprobe aus 57 Teilnehmenden.
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Ethik
Die Befragung war freiwillig und anonym und es wurden keine Bewohnerlisten geführt. Nachdem durch eine über das Forschungsvorhaben informierte Pflegekraft potentiell geeignete Bewohnerinnen und Bewohner identifiziert wurden, wurden sie von ihr mündlich über die Befragung aufgeklärt und konnten sich ohne jegliche Nachteile gegen die Befragung entscheiden. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die mit der Befragung einverstanden waren, wurden zusätzlich von dem für die Datenerhebung zuständigen Koautor nochmals aufgeklärt und nach ihrem Einverständnis gefragt. Nach Einwilligung in die Teilnahme wurde der schriftliche Fragebogen ausgehändigt. Für die beschriebene Untersuchung besteht gesetzlich keine Beratungspflicht durch eine Ethikkommission. Dies wurde von der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg auf Antrag bestätigt.
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Auswertung
Es wurden alle ausgefüllten Fragebögen in die Analyse einbezogen. Da es sich um Papierfragebögen handelte, wurden die Daten zunächst in Form eines digitalen Datensatzes angelegt. Anschließend wurde durch ein weiteres Mitglied des Forschungsteams eine Qualitätskontrolle durchgeführt. Daraufhin wurde der Datensatz in Abstimmung aller Autoren bereinigt (z. B. manuelle Altersberechnung, wenn nur das Geburtsjahr angegeben wurde). Die Daten aus Ankreuzfragen wurden deskriptiv ausgewertet. Der Inhalt der Freitextantworten (z. B. bzgl. der Empfehlungen an andere Suchende) wurden induktiv analysiert, indem ähnliche Aussagen geclustert, auf wenige Wörter reduziert und anschließend vereinheitlicht wurden. Inhaltsanalysen wurden in Microsoft Excel ausgeführt, deskriptive Auswertungen wurden mit Hilfe von IBM SPSS 26 vorgenommen.
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Ergebnisse
Soziodemografie und Hintergrund
Die 57 Teilnehmenden waren im Schnitt 82,49 Jahre alt und zum größten Teil weiblich (n=40; 70,2%) ([Tab. 1]). Den eigenen Gesundheitszustand haben die meisten (n=32; 56,1%) als „mittelmäßig“ empfunden. Dreiviertel (n=43; 75,4%) der Teilnehmenden lebte bereits länger als ein halbes Jahr im Pflegeheim. Das jeweilige Pflegeheim wurde i.d.R. nicht selbst ausgesucht (n=37; 64,9%), sondern durch Angehörige, gesetzliche Betreuung oder das Entlassmanagementpersonal eines Krankenhauses. In den meisten Fällen (n=34; 59,6%) wurde der Pflegeplatz ohne Wartezeit vermittelt. Vor dem Einzug fand i.d.R. kein Besuch vor Ort statt (n=49; 86%). Empfehlungen von anderen (z. B. Freunden) bzgl. der Auswahl hat die Mehrzahl (n=42; 73,7%) nicht erhalten.
Variable |
Charakteristikum/Messung |
Wert/Anzahl |
% |
---|---|---|---|
Alter in Jahren |
|||
Mittelwert |
82,49 |
– |
|
Standardabweichung |
8,857 |
– |
|
Keine Angabe |
2 |
3,51 |
|
Geschlecht |
|||
Weiblich |
40 |
70,2 |
|
Männlich |
16 |
28,1 |
|
Keine Angabe |
1 |
1,8 |
|
Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes |
|||
Gut |
10 |
17,5 |
|
Mittelmäßig |
32 |
56,1 |
|
Schlecht |
14 |
24,6 |
|
Keine Angabe |
1 |
1,8 |
|
Dauer des Aufenthalts im Heim |
|||
Seit max. 3 Monaten |
9 |
15,8 |
|
4–6 Monate |
5 |
8,8 |
|
7–12 Monate |
19 |
33,3 |
|
Länger als 1 Jahr |
24 |
42,1 |
|
Keine Angabe |
0 |
0,0 |
|
Heim selbst ausgesucht |
|||
Ja |
20 |
35,1 |
|
Nein |
37 |
64,9 |
|
Keine Angabe |
0 |
0,0 |
|
Heim wurde ausgesucht von … |
|||
Angehörigen |
20 |
35,1 |
|
Betreuer/in |
6 |
10,5 |
|
Entlassmanagementpersonal |
4 |
7,0 |
|
Keine Angabe |
7 |
12,3 |
|
Wartezeit auf einen Pflegeplatz betrug … |
|||
Ohne Wartezeit |
34 |
59,6 |
|
Mehrere Wochen |
19 |
33,3 |
|
Mehrere Monate |
2 |
3,5 |
|
Keine Angabe |
2 |
3,5 |
|
Heim vor der finalen Entscheidung persönlich aufgesucht |
|||
Ja |
7 |
12,3 |
|
Nein |
49 |
86,0 |
|
Keine Angabe |
1 |
1,8 |
|
Empfehlungen anderer bei der Auswahl erhalten |
|||
Ja |
14 |
24,6 |
|
Nein |
42 |
73,7 |
|
Keine Angabe |
1 |
1,8 |
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Bewertung und Nutzung von Qualitätsinformationen
Bei 6 von 8 gezeigten Informationsbereichen lag der Median bei „wichtig“ ([Abb. 1]). Die niedrigste Bewertung („teils/teils“) erhielten die gesetzlichen Qualitätsindikatoren (z. B. Stürze, Dekubitusfälle, unbeabsichtigter Gewichtsverlust). Wenn es um die Meinung anderer geht, legten die Befragten am wenigsten Wert auf die Meinung der Freunde („eher wichtig“), während die Meinung der anderen Bewohnerinnen und Bewohner, Ärztinnen und Ärzte sowie Angehöriger mit „wichtig“ höher bewertet wurde ([Abb. 2]).




Über die Hälfte der Teilnehmenden (n=37; 64,9%) war der Meinung, dass sich Pflegeeinrichtungen in ihrer Qualität unterscheiden ([Abb. 3]). Ebenfalls mehr als der Hälfte (n=38; 66,7%) war es nicht bekannt, dass man sich über Qualität der Heime im Internet informieren kann. Die meisten (n=33;57,9%) würden den Informationen aus dem Internet nicht trauen. Sie können sich auch nicht vorstellen, selbst eine Bewertung im Internet abzugeben (n=40; 70,2%), und lediglich ein Fünftel der Teilnehmenden würde ihre bereits getroffene Entscheidung auf Basis von Internetinformationen überdenken (n=12; 21,1%). Über die Hälfte fand den Gedanken eines Probeaufenthalts sinnvoll (n=37; 64,9%) und würde es einem positiven Erfahrungsbericht aus dem Internet vorziehen (n=31; 54,4%).


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Empfehlungen der Teilnehmenden an Suchende
Insgesamt machten die Teilnehmenden 94 Aussagen dazu, worauf andere Suchende bei der Entscheidungsfindung achten sollten (siehe Online-Anhang). An erster Stelle steht das Kriterium Personal (siehe [Abb. 4]). Dieses wurde 24-mal thematisiert. Die zweithäufigsten Nennungen (je 14) erhielten die Kriterien Sauberkeit und Verpflegung. Mit deutlichem Abstand wurde in 5 Fällen Einzelzimmer sowie jeweils 4-mal Umgebung und Eindrücke anderer erwähnt. Selbständigkeit, Versorgungsqualität und Außenbereich kamen in je 3 Fällen vor. In wenigen Fällen (max. 2) wurden bspw. das Freizeitangebot, Möbelmitnahme, Gemütlichkeit oder Kosten thematisiert.


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Diskussion
Die überwiegende Anzahl an gezeigten Informationen über Pflegeheime empfinden die Teilnehmenden als wichtig. Lediglich die gesetzlichen Qualitätsindikatoren erhielten die niedrigste Bewertung („teils/teils“). Dieses Bild entspricht den Studien aus den USA. So schlussfolgerten Hefele und Kollegen, dass medizinische Informationen den Betroffenen weniger wichtig sind als lebensbezogene Kriterien [13]. Pesis-Katz und Kollegen erklärten es damit, dass solche Informationen wie z. B. menschlicher Umgang, Räumlichkeiten oder soziales Leben für die Betroffenen deutlich besser und leichter zu beurteilen sind [25]. Somit ist auch nachvollziehbar, dass die Teilnehmenden der vorliegenden Studie anderen Suchenden überwiegend empfahlen, auf Sauberkeit und Verpflegung sowie auf das Personal zu achten. Im Zusammenhang mit Personal wurden insbesondere Freundlichkeit und Respekt thematisiert (siehe Online-Anhang). Aus einer deutschen Studie zur web-basierten Qualitätsberichterstattung ist allerdings bekannt, dass gerade nähere Informationen zum Personal selten online verfügbar sind und zu den verbesserungswürdigen Punkten der öffentlichen Qualitätsberichterstattung gehören [22].
Um die Qualitätsberichterstattung verbraucherfreundlicher zu machen, wurden in den letzten Jahren mit der Einführung der neuen Qualitätsdarstellungsvereinbarung [1] große Anstrengungen unternommen. Als Resultat wurden nach langjähriger Forschung sowohl die Pflegeheimkontrollen verändert als auch weitere Qualitätsinformationen in die Berichterstattung aufgenommen und die web-basierten Informationen in grafischer Form integriert [26]. Allerdings zeigt die vorliegende Studie, dass es oft bereits an der Kenntnis über die öffentliche Qualitätsberichterstattung scheitert, bevor es zur Nutzung von Qualitätsinformationen bei der Entscheidungsfindung kommt.
So zeigt die vorliegende Studie, dass von den wenigen Teilnehmenden, die über Informationsmöglichkeiten im Internet wussten, nur 10,5% ein konkretes Vergleichsportal bekannt war. Ähnlich wie in den USA (z. B. [14]), ist darüber hinaus ein Misstrauen in solche Informationen erkennbar, denn die meisten gaben an, sie würden den Informationen nicht trauen. Ebenfalls würden sie auf Basis solcher Informationen ihre Entscheidung nicht mehr überdenken. Insgesamt beschäftigten sich lediglich 14% der Befragten tatsächlich mit den Informationen, die sie zuvor als wichtig bewertet haben. Sowohl die Einflussnahme auf die Entscheidung als auch die Kenntnis über und das Vertrauen in Qualitätsinformationen sind jedoch notwendige Bedingungen, um den motivierenden Effekt auf die Pflegeheime durch das eigene Auswahlverhalten zu erzeugen [8].
Paradox ist zudem, dass trotz dieser Nicht-Nutzung von Informationen die Forderungen der Betroffenen nach mehr Transparenz bestehen. Laut einer deutschen Studie ist es über 96% der Bürgerinnen und Bürger wichtig, im Bedarfsfall, Qualitätsinformationen über Pflegeheime zu bekommen [18]. Eine weitere Bürgerbefragung zeigte, dass über 70% sich eine regelmäßige Überprüfung und umfangreiche Veröffentlichung über Qualität der Pflegeheime wünschen [27]. Eine mögliche Erklärung für diesen Widerspruch könnte darin liegen, dass ältere Betroffene sich auf Hilfe anderer Gruppen angewiesen fühlen. So wünschten sich laut einer deutschen Studie die Hälfte der Befragten, die noch nicht in einem Heim lebten, eine gemeinsame Pflegeheimsuche mit Angehörigen oder anderen Vertretenden [2]. Gleichzeitig – und analog zur vorliegenden Studie – berichteten diejenigen, die bereits in einem Pflegeheim lebten, dass das Heim überwiegend allein durch andere Akteure ausgesucht wurde.
Problematisch ist jedoch, dass auch diese Akteure sich bei der Suche nur selten ausgiebig mit den web-basierten öffentlichen Qualitätsinformationen auseinandersetzen. So wurde bspw. in einer deutschen Studie gezeigt, dass Angehörige zu einem nur unwesentlichen Teil häufiger als Suchstrategie Internet nutzen (22,6% vs. 14,9%) und Pflegeheimbewertungen lesen (24,7% vs. 21,8%) als ältere Menschen selbst [2]. Eine weitere aktuelle Studie zeigte, dass Patienten, die von einem Krankenhaus in ein Pflegeheim wechseln sollen, keine umfangreiche Beratung über Heimqualität durch das zuständige Entlassmanagementpersonal erhalten, welches sich stattdessen auf die Entscheidung der Betroffenen selbst verlässt [19]. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Sensibilisierung verschiedener Akteure sowohl für die Vorteile der Nutzung von Qualitätsinformationen als auch für eine gemeinsame Entscheidungsfindung mit den älteren Menschen sinnvoll.
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Limitationen
Die Ergebnisse dieser Studie sollten vor dem Hintergrund mehrerer Limitationen betrachtet werden. Zum einen liegt der vorliegenden Untersuchung das theoretische Konstrukt nach Berwick und Kollegen [3] zugrunde, welches von Qualitätsvergleichen durch Betroffene ausgeht. In der Realität wird bei der Entscheidungsfindung aufgrund eines Mangels an Pflegeplätzen in manchen Regionen nicht zwingend zwischen besser und schlechter bewerteten Pflegeheime unterschieden. Zum anderen kann die Stichprobengröße mit 57 Teilnehmenden als gering erachtet werden. Zusätzlich fand die Befragung in drei selektiv gewählten Pflegeheimen in einem Bundesland statt, die zudem alle in privater Trägerschaft waren. Für mehr Aussagekraft sollten in zukünftigen Studien Stichproben gewählt werden, die die Grundgesamtheit der deutschen Pflegeheime besser abbilden. Darüber hinaus ist empfehlenswert, weitere Zielgruppen (z. B. Angehörige), die sich an der Pflegeheimauswahl beteiligen, in weiterführende Untersuchungen aufzunehmen.
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Fazit
Insgesamt lässt sich sagen, dass ältere Betroffene als Zielgruppe der öffentlichen Qualitätsberichterstattung – zumindest allein – nicht geeignet sind, mittels ihres Auswahlverhaltens einen motivierenden Effekt auf die Pflegheime zu erzeugen. Somit fehlt für Letztere der Anreiz, Qualitätsverbesserungen einzuleiten. Für die Zukunft ist zu beachten, dass weitere Optimierungen der öffentlichen Qualitätsberichterstattung im Hinblick auf Verständnis und Handhabung allein nicht ausreichen werden. Denn zum großen Teil ist die Nicht-Nutzung von Qualitätsinformationen auf die Einstellung der Betroffenen zurückzuführen. Ihre Kenntnis über und Vertrauen in Qualitätsinformationen spielen dabei eine große Rolle. Daher müssen zusätzlich Anstrengungen unternommen werden, verschiedene Akteure für den positiven Nutzen der Qualitätsberichterstattung sowie die Wichtigkeit einer gemeinsamen Pflegeheimsuche zu sensibilisieren. Auf diese Weise kann die Chance, den in der Theorie geltenden Motivationseffekt durch das Auswahlverhalten zu erzeugen und somit zu Qualitätsverbesserungen in Pflegeheimen beizutragen, erhöht werden.
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Autorenbeiträge
KK: Konzeption, Methodik, Datenauswertung, Manuskriptentwurf und -überarbeitung, Visualisierungen. SP: Konzeption, Methodik, Datenerhebung, Manuskriptüberarbeitung. OS: Supervision, Manuskriptüberarbeitung.
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Interessenkonflikt
Zum Zeitpunkt der Bewohnerbefragung hatte Soufian Pöthe eine familiäre Verbindung zur Geschäftsführung der Pflegeheime. Kristina Kast und Oliver Schöffski erklären, dass keine persönlichen oder familiären Verbindungen bestanden.
Danksagung
Die Autoren bedanken sich bei den Heimleitungen für die freundliche Genehmigung zur Durchführung einer Bewohnerbefragung. Besonderer Dank gilt außerdem den Pflegekräften, die die Durchführung der Bewohnerbefragung unterstützt haben.
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Literatur
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Korrespondenzadresse
Publication History
Received: 26 July 2024
Accepted: 30 September 2024
Article published online:
16 January 2025
© 2025. The Author(s). This is an open access article published by Thieme under the terms of the Creative Commons Attribution-NonDerivative-NonCommercial-License, permitting copying and reproduction so long as the original work is given appropriate credit. Contents may not be used for commercial purposes, or adapted, remixed, transformed or built upon. (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/).
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
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Literatur
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